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Presse-Clips | press clips

kurze Auszüge aus der Presse
short excerpts from the press


Die radikale Subjektivität, mit der sich Filmer wie Michael Brynntrup aus einem Nichts zum Nicht-Kategorisierbaren entwickeln, zeigt den Zipfel Wirklichkeit, den Feuilletonisten gemeinhin 'Zeitgeist' nennen.
(die tageszeitung, Hamburg, 01.04.85 - Inge Bichler)
The radical subjectivity - with which filmmakers like Michael Brynntrup develop from the non-existence to a category non-definable - shows the tip of reality that columnists call commonly 'Zeitgeist'.
{translation: Odette Buss}

Manchmal ist es so, als blättere man heimlich im Tagebuch eines anderen, als befinde man sich auf einem Terrain, das einen nichts angeht. Bei Brynntrup vollzieht sich die Überschreitung der Grenzen des Privaten radikal.
(Zitty Berlin, Juli 86 - Georg Lacher-Remy)

Michael Brynntrups Filme zeichnen sich aus durch den Willen zur Ehrlichkeit, das Unfertig-Spielerische, die Freude am Experiment. - lebendiger als so mancher Cinemascope-Schinken.
(tip Berlin, 16/86 - Michael Volber)

Michael Brynntrups Filme dokumentieren eindringlich und unterhaltsam die Stärken des Mediums Super8: Intimität, Unmittelbarkeit, und schnell entwickelte Situationskomik. Sollte man gesehen haben.
(die tageszeitung, 25.07.86 - Wiglaf Droste)

Brynntrup often performs the leading role in his movies, which deal with subjects such as death, handicaps, narcissism and experimental film itself.
(Andy Warhol's INTERVIEW, New York, September 1987 - Eva Steidel)

Seine spontanen Assoziationen sind witzig, manchmal auch verblüffend oder provokant, aber niemals endgültig oder belehrend. Brynntrups Assoziationen sind vor allem immer genuin filmisch und das unterstreicht ihre Qualität.
(Neue Westfälische, 17.05.88 - Alexandra Jacobsen)
His spontaneous associations are funny, sometimes even amazing or provocative, but never conclusive or schoolmarmish. Brynntrup's associations are above all always genuinely cinematic, and that emphasizes their quality.
(by reviewer Alexandra Jacobsen - translation: Senate for Science, Research and Cultural Affairs, Berlin, October 1999)

Und da ich mich gerade so richtig schön in Wut geschrieben habe, noch ein böser, aber nicht ganz unernst gemeinter Vorschlag in Sachen Brynntrup. - Klaut dem Mann eine Leiche aus dem Kühlhaus, laßt ihn diese auf dem Marktplatz in Gegenwart des Erzbischofs schänden. Das könnte ihm helfen, Ruhe zu finden.
(ultimo Münster, 06.88 - Helge Hopp)

Une des figures pointe du Cinéma alternatif allemand. Un des jeunes artistes d'avant-garde les plus doués et les plus novateurs de la scène berlinoise. Brynntrup récuse un cinéma expérimental qui se limiterait à des effets optiques. Il définit lui-même son propos: briser l'illusion de réalité par une construction formelle, et déboucher ainsi sur un autre niveau de réalité.
(10e festival du film super8 et video, Katalog, Bruxelles, 11.88 - Robert Malengreau)

Eine Auseinandersetzung mit dem Schwulsein führt Brynntrup dabei ganz beiläufig und unaufwendig, einfach weil's zu seiner Persönlichkeit gehört, die er so radikal veröffentlicht; Coming-out und schwules Empfinden ziehen sich in entspannender Selbstverständlichkeit durch die Filme.
(Siegessäule, 3/89 - Bernhard Beutler)

In allen seinen Filmen bringt Michael Brynntrup Sakrales oder Philosophisches und Profanes in Verbindung, wobei das eine immer durch das andere gebrochen wird, dadurch entsteht Komik, aber kein privater Ulk.
(tip Berlin, 6/89 - Achim Forst)

Filme zum Wachmachen, zum Anregen, zum Springen über Zäune.
(die tageszeitung, 16.03.89 - Michael Vahlsing)

You can see Michael Brynntrup's films again and again and you can always discover something new in them. The visual and textual complexity of his work ranks him with the most important new German and European filmmakers.
(Berlin - Images in Progress, Katalog, Buffalo, Mai 1989 - Birgit Hein)

Subject matter in Brynntrup's films ranges from a near documentary about his uncle killed near the end of WW II (Der Rhein) to a comedy about sign language (Stummfilm) to fantasies set to music (Totentänzen series). All are personal, yet accessible, full of imagery that stays with you even if you're not sure why.
(The Edge, 06.07.89 - Ken Stillman)

A prolific, imaginative and obsessive filmmaker, Brynntrup has produced innumerable installations and 'film actions', participated in festivals across Europe and organized screenings. Most of his work is self financed.
(Independent EYE No.11, Toronto, Spring 1990 - Mike Hoolboom)

Ästhetisch gebrochen und pathetisch verrätselt: wunderschön ambitioniert. So ist einer wie Brynntrup nicht zu verwechseln. Er hat seinen Stil.
(Frankfurter Rundschau, 09.06.90 - Dietrich Kuhlbrodt)

Brynntrups Filme bestehen aus verspielten oder verfremdeten Schlaglichtern einer Biographie, die sich -das ist normal- nicht mehr als erzählbare Geschichte anordnen lassen.
(die tageszeitung, 13.09.90 - Detlef Kuhlbrodt)

Auf arbeitsmüde Zeitgenossen wirkt die Vorführung gewinnbringend auf's Unbewußte. Michael Brynntrup hat seine Lebensodyssee durch Chemie und Wahnsinn genial umgesetzt.
(tip Berlin, 19/90 - Kennedie)

Michael Brynntrups Filme kann man immer wieder ansehen und immer wieder neues an ihnen entdecken. Mit der visuellen und inhaltlichen Komplexität seiner Arbeit gehört er zu den wichtigsten neuen deutschen und europäischen Filmemachern.
(JOURNAL FILM, 1/91 - Birgit Hein)

Michael Brynntrup is a most engaging film maker. His work is undeniably surreal, self-indulgent and crude. It ist also lyrical, captivating and at times very funny. And when Brynntrup himself steps in front of the camera, he has what is called 'screen presence'.
(Headpress Manchester, No. 3/91 - David Kerekes)

Brynntrups Filme sind weder tuntig noch larmoryant, Brynntrup macht keine Filme weil er schwul ist, sondern er thematisiert unter anderem auch sein Schwulsein, weil er Filmemacher ist. Und wenn er dies tut, dann stets überaus vielschichtig und voller Witz.
(die tageszeitung,14.06.91 - Claus Löser)

Michael Brynntrup é il più interessante filmmaker degli anni '80 ed un eminente teorico del super 8; nei suoi film assistiamo ad uno straordinario assecondamento dell'immediatezza e della flessibilità espressiva del più piccolo e dina, ico dei formati cinematografici.
(Abissi Superficiali, catalogo 1991 - Alessandro Aiello)

Michael Brynntrup's films behoren tot de traditie van persoonlijke films. Een filmgenre dat binnen de experimentele en 'underground' films tot een van do belangrijkste genres gerekend kan worden.
Films die individuele gedachten en gevoelens vertegenwoordigen en daardoor steeds weer een nieuwe filmtaal ontwikkeld hebben, tegen de -al of niet gecensureerde- officiële cultuur in, zoals de films van o.a. Kenneth Anger, Maya Deren en Derek Jarman.
(Uitgaanskrant, November 1991)

Michael Brynntrup's films focus on the search for identity by often examining reproductions in relationship to reality.
(Information The Museum of Modern Art Department of Film, 1992 - Karen Lund)

Michael Brynntrup ist unbestritten einer der Fixsterne in diesem System. Seine extreme, zuweilen narzistische Ich-Perspektive ist tragischer Entwurf wie radikale Selbstaufklärung. [...] Doch weil Brynntrup die Leinwand einerseits zum autobiographischen Netz und andererseits zum Segel eines Traumschiffs macht, haben seine Filmlabyrinthe mehr als nur die übliche Zerstreuungsqualität des Kinos.
(Lebende Bilder - still lives, Katalog zur Cineprobe Film Exhibition im Museum of Modern Art, New York/Berlin, April 1992 - Christoph Tannert)

Michael Brynntrup is inarguably one of the fixed stars in this system. His extreme, and at times, narcissistic first-person perspective is as much a tragic blueprint as it is self-enlightenment. [...] Because Brynntrup transforms the screen into an autobiographical net on the one hand, and into the sail of a dreamboat on the other, there is more to his filmic mazes than the quality of diversion common to the cinema.
(Lebende Bilder - still lives, catalogue MoMA, New York/Berlin, April 1992 - Christoph Tannert, translated by Constance Hanna)

It is not easy to classify Michael Brynntrup's films in conventional terms. Are we watching a documentary? A fiction film? An educational film? A silent film? Though all of Brynntrup's films contain elements of these genres, each is so different from its predecessor that one could believe the director wants to elude categorization.
(Lebende Bilder - still lives, catalogue MoMA, New York/Berlin, April 1992 - Michael Höfner, translated by Constance Hanna)

Tra i cineasti sperimentali, con il Super8 e il 16mm come mezzi da piegare ai propri capricci, il tedesco Michael Brynntrup resiste nel panorama internazionale. Tutt'altro che noiosamente narcisista, Brynntrup produce corti ironicamente barocchi. Temi sacri i profani, morte e sensualità, decadenti atmosfere e torte in facia, giochi di prestigio macabri e "teatrini" gay, sono alcuni ingredienti delle sue mini fiction.
(il manifesto, 28.05.92 - Nini Candalino)

Brynntrups Arbeiten erschließen sich erst beim genauen Hinsehen. Wer sich darauf einläßt, wird statt Beliebigkeit Detailschärfe, statt Banalität fesselnde Spannung spüren.
(magnus, 6/92 - Michael Höfner)

Michael Brynntrup, der Billy Wilder des deutschen Underground-Films.
(Stuttgarter Nachrichten, 12.01.93 - Martin Cyris)

Dabei kann Brynntrups typischer Filmstil zu bemerkenswerten Ergebnissen führen: Er liebt es, wenn Geschehnisse sich überlagern, sich der Ton vom Bild löst, benutzt gern Versatzstücke oder Zitate, auch fremde Tonaufzeichnungen, sowie Zwischentitel, die das Gezeigte unterstreichen oder verfremden. Natürlich hat all dies auch mit einer Freude am spielerischen Durchbrechen einer aufgebauten Atmosphäre und Filmillusion, einem Sinn fürs Absurde und bizarren Humor zu tun.
(zitty Berlin, 23/93 - Jan Gympel)

Wer Galgenhumor mag, weiß sich bei Michael Brynntrup in besten Händen.
(Nürnberger Zeitung, 21.03.94 - sc)

Manche FilmemacherInnen, wie z. B. der deutsche Regisseur Michael Brynntrup, entscheiden sich bewußt gegen den Langfilm, arbeiten an der Entwicklung eigener Filmsprachformen im Kurzfilm und lassen auch experimentelle Elemente in ihre Filme einfließen.
(XTRA!, 07/94, Wien)

Brynntrup verfilmt seine Tagebücher, seine Stimmungen und Visionen. Er hofft auf nicht mehr als auf Faszination. In Schubladen paßt er nicht. Daher hat er es nicht leicht, daß ihn die schwule Kunstszene so verhätschelt, wie sie es mit Chansonetten tut. Dabei könnte sein geheiligter Manierismus für die meisten Gays wie ein Trainingsprogramm zum eigenen Mittelpunkt sein. Ein Ticket für freien Geist und Phantasie. Bizarr-narzißtische Entdeckungsreisen ins eigene Ich. Es lodert der Kult.
(ADAM, Nr.132, 8/94 - Hermann J. Huber)

Michael Brynntrup spielt mit der Reproduzierbarkeit von Medien. Eine Frage ist die nach der Autorenschaft innerhalb technologischer Medien. Dabei bewegt er sich zwischen dekorativem Privatvergnügen und gewissenhafter Analyse. Für die schwule Kunstszene ist er eine der wichtigsten Identifikationsfiguren.
(PRINZ Stuttgart, Kunsttest, 1/96 - Axel Pfänder)

Was ein ehrenwerter Experimentalfilmer ist, mit dem ist nicht zu spaßen. Wenn allerdings Michael Brynntrup seine ZuschauerInnen mit den Worten "sehr entnervtes Publikum" begrüßt, ist das ein echt Brynntrupscher Witz. [...] Da arbeitet sich jemand ab: am Filmemachen an sich, an katholischer Tradition, schwuler Erotik und dem Motivschatz der Populärkultur. [...] Stets mixt Brynntrup konstruktivistische Strenge mit trivialen Elementen und Kitsch-Anleihen, das Ergebnis ist 'camp' auf bundesdeutsch.
(die tageszeitung, 09.02.96 - Gudrun Holz)

Sinnlich und intelligent sind seine Filme, schwierig manchmal, hermetisch nie. [...] Ein Gegenprogramm zum, auch alternativen, Mainstream. Wer Langeweile haßt und doch meint, daß Geschichtenerzählen im Kino nicht alles ist: der oder die dürfte hier im siebten Himmel landen.
(Der Tagesspiegel, 09.02.96 - Silvia Hallensleben)

Die Streifen, die er seit Teenagertagen herstellt und mit denen er schon bis ins New Yorker Museum of Modern Art vorgedrungen ist, drehen sich praktisch immer um Tod und Christentum, Historie und klassische Moderne, die technische Reproduzierbarkeit des Kunstwerks sowie die Selbstreflektion der eigenen Person, des Kinos, der Kunst allgemein. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen zeigt Brynntrup dabei oft Sinn für bizarren Humor, (Selbst-) Ironie, ja Sarkasmus.
(zitty Berlin, 03/96 - Jan Gympel)

In allen seinen Filmen haben höherer Blödsinn ebenso seinen Platz, wie formalästhetische Analysen. Immer bringt er formale Sehweisen und inhaltliche Sichtweisen zur Deckungsgleichheit. Die Frage der Wahrnehmung ist wohl der Schlüssel zum Verständnis seiner Filme. Gehorcht die Wahrnehmung logischen Gesetzen oder ist sie vielmehr ein Geflecht bestehend aus Assoziationen? In welchem Verhältnis stehen sinnlich-visueller Eindruck und objektive Wahrheit, inwieweit sind der Blick und die Bilder manipulierbar? Inwieweit wird die Wahrnehmungsfähigkeit durch Lebensumstände geprägt, durch Verdrängungsmechanismen entstellt?
(Rundbrief Film, Nr.4, Feb./März 1996 - Marcel Steger)

Michael Brynntrup remains the most fiercely prolific filmmaker of the German fringe. In his twenty year tenure he has produced some fifty filmsincluding two features, in which he has undertaken an exhaustive cinematic self-examination, conjuring the subject as a fictional amalgam ofsemiotic slippage, male/male desire and broken historical recall.
(MilleniumFilmJournal No. 30/31, Fall 1997 - Mike Hoolboom)

Michael Brynntrup ist die deutsche Ikone des schwulen Kurzfilms.
(Sergej Nr.3, 02.98 - Anatol Becker)

Christentum und Tod, Geschichte und die technische Reproduzierbarkeit der Dinge, die Selbstreflexion der eigenen Person, des Kinos, der Kunst sind dieThemen, um die sich die Arbeiten des Experimentalfilmers Michael Brynntrup zumeist drehen. Anders als viele seiner Kollegen zeigt der Berliner dabei aber oft Sinn für bizarren Humor.
(zitty Berlin, 22.10.98 - Jan Gympel)

Brynntrup legt den Köder Sex aus, kokettiert gar über mehrfach eingeflochtene Warnungen damit, daß er allzu explizites Material verarbeite, verweigert aber den Anblick der Körper: Auch hier spielt er mit der Dialektik von Zeigen und Verbergen, und er tut es mit viel Raffinesse.
(die tageszeitung, 31.10.1998 - Cristina Nord)

Michael Brynntrup macht in seinem Werk Privates öffentlich. Das allerdings nicht exhibitionistisch, sondern meist ziemlich verschlüsselt. Und nicht immer ist das, was vorgibt, echt zu sein, auch wahr. Brynntrup spielt mit der Rolle der öffentlichen Person, wie er gleichzeitig privates Material umdeutet, bis es auf das zu behandelnde Thema paßt.
(bussi Wien, 11.98 - Alkis Vlassakakis)

Michael Brynntrup gehört zu den produktivsten Kurzfilm-Machern hierzulande, - mindestens ein Film pro Jahr, immer provozierend, obzön oder blasphemisch, immer low-budget, d.h. bewußt trashig und ohne jede Scheu narzisstisch und egozentrisch. - Er macht sich selbst öffentlich, gibt sich preis. Überschreitungen jeder Art sind erwünscht und kalkuliert.
(Programmblatt Filmkunsthaus Babylon, 11.98 - Cornelia Klauss)

Brynntrup invece è un autodidatta, che ha girovagato a lungo, finendo a zonzo per l'Italia per un lungo viaggio e, forse, inconsapevolmente, mettendosi sulle tracce di Goethe, [...]. Nel suo modo d'intendere il cinema, spesso autobiografico, la realtà si fonde con la poesia, e non è facile capire dove comincia l'una e dove finisce l'altra....
(Il Mediterraneo, 22.01.99 - Alessio Gervasi)

Brynntrup ist ein Autodidakt, der schon seit langem umtriebig ist und schließlich auf seiner langen Reise auch durch Italien bummelt, vielleicht -unbewußt- auf den Spuren Goethes, [...]. Nach seinem oft autobiografischen Filmverständnis gründet sich die Realität auf Poesie. Und es ist nicht leicht zu verstehen, wo die Dichtung beginnt und wo die Wahrheit aufhört...
(Il Mediterraneo, 22.01.99 - Alessio Gervasi, deutsche Übersetzung: MB)

Experimentalfilm verpflichtet, in doppelter Hinsicht. Wie in vielen seiner Filme geht es Brynntrup auch auf der Website um die Frage, ob "es möglich ist, eine Person umfassend darzustellen". [...] Solchen selbstreflexiven Umgang mit den Bedingungen seines Mediums beherrscht Brynntrup aus dem Effeff. Und er sieht es als vornehme Künstlerpflicht an, sich neuen Medien zu widmen, ihre Potentiale auszuloten.
(Frankfurter Rundschau, 02.10.99 - Helmut Merschmann)

Despite Brynntrup's preoccupation with heavy existential themes of death and personal identity in his work, his acute vision is often viciously ironic, sometimes gloriously campy, but always thoroughly smart.
(Pleasure Dome, program notes, Toronto, Fall 1999 - Tom Taylor)

Just wondering, but have you ever noticed how much truly bad hair there is in hard-core gay German porn? [...] Brynntrup may start with what's on top of the head, but what he's really interested in is what goes on inside.
(The Toronto Star, 05.11.99 - Peter Goddard)

German filmmaker Michael Brynntrup's edgy experimental films are as concerned with questions of narrative and sexuality as they are with riddles and games.
(Pacific Film Achives, Filmnotes, November 1999 - Kathy Geritz)

Imagine the ecstatic union of Kenneth Anger, Ed Wood and Guy Madden, and you begin to get a sense of German experimental filmmaker Michael Brynntrup. His work is at once wholly familiar with the wonders of primitive cinema, unstinting in its dedication to a stylistic sensibility (even if that sensibility is kept in check by financial constrains) and obdurate in its political bite.
(LA WEEKLY, 19.11.99 - Holly Willis)

Michael Brynntrup has been a vital and very active part of the German underground over 15 years, having completed numerous experimental features (including the Super8 feature »Jesus - der Film«...) and an incredibly strong body of short personal works. Working from a decidedly queer bent, Brynntrup often integrates a personal diaristic strategy, using humour and pathos to subvert and stimulate while creating films which are both intimate and visually stunning.
(The Blinding Light!!, program notes, Vancouver, Fall 1999 - Alex MacKenzie)

Working from a gay male perspective, Brynntrup constantly tries to push experimental films in new directions. [...] The refreshing thing about Brynntrup's films is that he not only celebrates his queerness, he also criticizes the gay mainstream.
(The Ubyssey, Vancouver, 23.11.99 - Aisha Jamal)

Michael Brynntrup has premiered his work more than ten times at the Berlinale and shown twice at the Museum of Modern Art, once at the 1987 Cineprobe Film Exhibition and once in a retrospective entitled »Lebende Bilder. still lives« in 1992. This Mephistophelian manipulator of screen images is indisputably one of Germany's most significant filmmakers today. Unfortunately, as with his cohorts in the experimental, underground vein, the venues for his work are still few and far between. German film studies still needs to wake up to the exciting productions of this hip, yet paradoxically established artist.
("The Queer German Cinema", Stanford University Press, July 2000 - Alice Kuzniar)

Brynntrup, Michael - deutscher Filmemacher - 7.2.1959 Münster/Westfalen
Autobiografische Spurensuche, schwule Erotik, selbstreferenzielle Beschäftigung mit dem Filmemachen an sich und die Faszination an Tod und Zerfall sind die immer wiederkehrenden Motive und Themen der Experimentalfilme des in Berlin lebenden Brynntrup. In seinen Kurzfilmen auf Super8- und 16mm-Material [...] durchforstet er, mit zuweilen narzistischer Ich-Perspektive, seine Familiengeschichte nach Auswirkungen des Deutsch-Seins, der Religion und der gesellschaftlichen Zwänge. Detailverliebte Bildexperimente verknüpfen sich mit skurrilem Humor, eitler Selbstbespiegelung und Reminszenzen an die schwule Subkultur samt Pornos und Tuntenszene.
(OUT! Lexikon, 3. Auflage September 2000 - Karen Susan Fessel, Axel Schock)

Seit beinahe zwanzig Jahren erkundet Brynntrup in seinen experimentellen Kurzfilmen die Untiefen des filmischen Mediums wie der eigenen Seele. [...] Unter der Klammer des persönlichen Bezugs hat Michael Brynntrup besonders in seinen Collagen zu einer Ästhetik gefunden, die mit den verschiedensten künstlerischen Techniken gekonnt jongliert. [...] Neben mannigfachen Ausschnitten aus dem eigenen Werk kommt immer wieder auch Fremdmaterial und Found-Footage zum Einsatz, deren Urheberschaft ungeklärt bleibt. Interessanterweise behandelt Brynntrup beides gleichwertig und degradiert damit das Selbstgefilmte, das auf diese Weise den Status von gefundenem, autorenlosem Material erhält. Eine größere Distanz zum eigenen Werk kann ein Filmemacher wohl nicht entwickeln.
(epd-film, Frankfurt a.M., September 2000 - Helmut Merschmann)

The list of his works is long. Most of his films play off of and into the ability of the camera to reproduce and in so doing distort the image: [...] These projects of Brynntrup's inventive imagination are full of lyrical whimsy as well as masterful disguise. [...] Whether citing from his diary in a voice-over or incarnating himself before the camera, Brynntrup is always performing in a kind of drag. A distinctly queer impetus lies behind this deconstruction of systems of identity. His exploration of the simulacrum is brilliantly queer when one considers its transvestitic dimensions. Marjorie Garber writes, "the subversive secret of transvestism [is] that the body is not the ground, but the figure," an insight which leads her to observe that "the transvestite effect . . . underlies representation itself." Transvestism, of which Brynntrup makes prodigious use in his films, complicates the dynamics between original and copy.
{Alice A. Kuzniar, Virtual Selves and Prosthetic Genders, talk given at Cornell University, Ithaka NY, October 2000}

Das Ich ist ein Dummy - Zwischen Identitätsphilosophie und lebenskluger Albernheit: [...] Brynntrup hat sich selbst immer zum Thema gemacht. Sein schwules Begehren, sein Gesicht, seinen Körper, seine Hand, die ins Tagebuch schreibt, sein Zimmer, die Freunde sind das Ausgangsmaterial seiner Arbeiten. Wie andere Schriftsteller und Künstler, die autobiografisch arbeiten, wie jeder vielleicht, der sich zufrieden die Fotos seiner selbst anschaut, ist das bearbeitete Ich eine Art Dummy, den man in die Welt schickt oder im Zimmer lässt.
(die tageszeitung - kultur, Berlin, 15.12.00 - Detlef Kuhlbrodt)

Michael Brynntrup, herausragende Figur des deutschen Experimentalkinos der letzten fünfzehn Jahre, hat mehr als fünfzig Filme gedreht, davon eine solide Anzahl von Kurzfilmen. Seine Filme bauen auf einer ihm eigenen Methode, dem Tagebuch, auf, das er ständig semantischen und visuellen Verzerrungen unterwirft.
(ARTE-TV, Programmhinweis 'Kurz-Schluss', Januar 2001 - http://www.arte-tv.com)
Figure marquante du cinéma expérimental allemand des quinze dernières années, Michael Brynntrup a réalisé plus de cinquante films dont un solide corpus de courts métrages. Ses films s'articulent autour d'un procédé qui lui est personnel, celui du journal intime, qu'il soumet inlassablement à des jeux de distorsions sémantiques et visuelles.
(ARTE-TV, programme 'Court-Circuit', janvier 2001 - http://www.arte.fr)

Viele seiner nur durch rücksichtslose Selbstausbeutung realisierten Kurzfilme erlebten im "Panorama" der "Berlinale" ihre Premiere. Es handelt sich um grüblerische, dabei gleichzeitig selbstironische Arbeiten, die um elementare Identitätsfragen wie die nach dem benutzten Medium, der vorgefundenen Heimat oder der eigenen (Homo-)Sexualität kreisen. [...] Ästhetisch gestaltet sich Michael Brynntrups bisheriges Oevre allerdings höchst eigenständig.
(film-dienst, Nr.05/01, März 2001 - Claus Löser)

Michael Brynntrup is represented in the exhibition with essentially his whole life's work. Incredibly enough, it is the first retrospective showing of his films ever, and it offers a unique chance to study a very special artist. The exhibition presents an unconventional cavalcade of breakneck meta-comedy, poetical myth and pure unadulterated gay power, and this is just during the opening titles. Then it really takes off. This man has travelled all over the world to small and large short film festivals for over 20 years, always with his latest film in his suitcase. The fact that no one has even thought of showing like this earlier is remarkable, especially with a view to how much the films relate to and illustrate each other. In spite of the fact that they can be quite different stylistically and thematically, the are marked by a certain degree of personally coloured intensity, and this means that even the oldest works are perceived as important.
(GOTHIC exhibition catalogue, Riksutstillinger Norway, 2003/04 - Tommy Olsson)

This Mephistophelian manipulator of screen images is indisputably one of Germany's most significant filmmakers today. [...] With all his aliases, Brynntrup asks us to ponder what the status of the subject is in the world of digital processing and cyberspace. [...] What makes Brynntrup so fascinating is this resistance to the virtual, cyborgesque self through the materiality of his own, unique body. Despite the digital morphing, he insists on inscribing his unique physique into his films, as if this gesture marked the very signature of his work.
(Alice Kuzniar, "The Problem of Agency in the Digital Era: From the New Media Artist Michael Brynntrup to Run Lola Run", Rutgers German Studies - Papers Series, New Brunswick, NJ, 2003)

Man entziehe dem Werk Lothar Lamberts den schwulen Kontext, füge ihn stattdessen dem Werk Heinz Emigholz' hinzu und stelle sich überdies einen gehemmten Jörg Buttgereit-Film vor. Da irgendwo findet sich Michael Brynntrup, ein Undergroundfilmer mit mächtigem Oeuvre, großer Lust an der Selbstinszenierung und Sinn für Multimedialität. Er liebt das Graphische, pflegt filmisch die Anarchie, da er sich formell jeder Regel zu entziehen sucht, und inszeniert sich selbst immer wieder mitten in diesen Kosmos hinein.
(Schnitt, Nr.34, April 2004 - Oliver Baumgarten)

Brynntrup verkörperte in den 80ern so etwas wie das konzeptionelle Zentrum einer florierenden Schmalfilmszene Westberlins und bundesdeutscher Städte, die im Windschatten von Hausbesetzerszene und Punk von sich Reden machte ("Alle Macht für Super-8!"). [...] Weit über die Dauer dieses kulturhistorischen Phänomens hinaus ist Michael Brynntrup dem Experimentalfilm treu geblieben. Auch nach den aufgeregten 80-ern hat er seinem Oeuvre auf Super-8, 16 mm und in jüngster Zeit auch auf Video, CD-Rom und im Internet immer neue Beiträge hinzugefügt - mit einer Beharrlichkeit, die von der Marktlage völlig unbeeindruckt blieb und gerade deshalb Hochachtung verdient. Brynntrup dreht ausschließlich Filme über das Filmemachen, in denen er stets die Rolle des (schwulen) Filmemachers vor und hinter der Kamera spielt. Immer wieder zitiert er dabei auch auto- und werkbiografische Momente, die dadurch eine gewisse selbstbezügliche Eigendynamik entfalten.
(Berliner Zeitung, 15.04.04 - Claus Löser)

"Ich bin die Variable, ich thematisiere und mathematisiere mich, in der Gleichung von Kunst und Leben. Ich bin zugleich Subjekt und Objekt meines Interesses", erklärt Brynntrup sein Arbeitsprinzip. Er ist ein narzisstischer Selbstdarsteller par excellence. Einer, der uns weder seine Tagebücher vorenthält, noch seine Neurosen und intimste Details seines Privatlebens.
(Berliner Morgenpost, 15.04.04 - Axel Schock)

Seit fast 30 Jahren arbeitet der Berliner Filmemacher Michael Brynntrup in fleißiger und aufopfernder Heimarbeit an seinen eigenwilligen Filmkunststückchen ­ und unregelmäßig, aber verlässlich kommen sie auch ins Kino. Gern werden sie ins Experimental-Genre wegsortiert, doch der Genuss an Brynntrups verspielten Miniaturen geht weit darüber hinaus. Denn hier mag zwar alles komplex und anspielungsreich sein, hermetisch jedoch keineswegs...
(Der Tagesspiegel, Kultur, 15.04.04 - Silvia Hallensleben)

Die Arbeit mit Found Footage gehört ohnehin zu den Konstanten im Werk des Wahl-Berliners, das mit dem oft distanzierenden und irreführenden Etikett "experimentelles Kino" versehen wird. Seit über 20 Jahren umkreist und erkundet Brynntrup Techniken des Erzählens, die Entstehung und den Umgang mit Bildern, deren Wahrheitsgehalt, das Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit, den Zwang und den Willen zur Verletzung der Intimsphäre. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen geschieht dies auf oft faszinierende, selbstironische und spielerische Weise, mit Kommentaren, Überlagerungen und Wiederholungen.
(Zitty, Nr.09/04, 15.04.04 - Jan Gympel)

Seit über zwanzig Jahren produzieren die Arbeiten des Filmemachers Michael Brynntrup Fragen über die Selbstreflexivität von Filmbildern und dem eigenen Bild im Zusammenspiel von öffentlichen und künstlerischen Medien. Brynntrup ist ein Narziss, aber einer, der die Bedingungen, unter denen er sich öffentlich als private Person darstellt, ständig hinterfragt. Das klingt mächtig kompliziert, und tatsächlich macht es Brynntrup einem nicht gerade leicht, die verschiedenen Bedeutungsebenen zu durchschauen. Aber seine Filme besitzen auch eine sehr leicht zugängliche Oberfläche, und auf der verhandelt er meistens - sich selbst. Als Dokumentarist eines schwulen Lifestyles gewährt er persönliche Einblicke in sein Liebesleben, den Umgang mit AIDS und seine Haltung zu den Medien.
(fluter, Hrsg: Bundeszentrale für politische Bildung, April 2004 - Andreas Busche)

Obwohl Brynntrup ernst genommen werden will (und darf), versieht er seine verschachtelte Selbst-Exhibition mit einem wohltuenden Schuss Selbstironie.
(film-dienst, Nr.08/04, April 2004 - Stefan Volk)

Creator of over fifty independent experimental shorts (and two features), Brynntrup has been called everything from a genius to 'self indulgent and crude.' His films range from documentaries about AIDS to contemporary memento mori in which the artist collects or creates images of death and links them to notions of self-perception (Brynntrup shared the womb with a still-born twin and has carried a fascination with death ever since). Like the early work of Rosa von Praunheim, Brynntrup`s work can be seen as inherently political. In Brynntrup`s case the medium truly is the message.
(http://www.insideout.on.ca/15Annual/films/program_details.cfm - May 2005)

It might seem surprising that the only information to be found in the ‘biography’ section of apparently self-fixated German filmmaker Michael Brynntrup’s website is contained in three cryptic lines: “Identical twin brother stillborn. Since then studies in Philosophy. The artist lives and works.” Yet these terse snippets of data offer a surprisingly complete account of Brynntrup’s background as relevant to his films. The “twin” is perhaps conceptually echoed in Brynntrup’s frequent use of his own image - doubled, multiplied, objectified, at once him and not him: an epideictic construct through which he can playfully mingle selective autobiography with frequently mischievous, always questioning performative variations. [...]
The diary, Aide Memoire and Loverfilm make clear that the largely private dialogue between Brynntrup the artist and his subject, Brynntrup the man, is a complex and mostly inaccessible affair belied and perhaps shielded by the extroverted public Brynntrup.
(Being Michael Brynntrup, http://www.sensesofcinema.com, July-September 2005 - Maximilian Le Cain)

biografischer Artikel | biographic review

Brynntrup einmalig – Seit 25 Jahren hinterfragt Michael Brynntrup mit zahlreichen Filmen nicht weniger als das Filmemachen selbst. Offensiv stellt er sich dabei den technischen Veränderungen, spiegelt die eigenen Arbeiten aus aktueller medialer Perspektive und klopft sie auf ihre Tauglichkeit ab. Ob auf Super-8, 16mm oder Video, mit CD-Roms, Internetportalen oder Installationen – stets positioniert er sein Ego ins Zentrum dieser Untersuchungen. Bei aller manischen Selbstbeschäftigung beschreibt er dieses Ego aber auch als verletzliches und fragwürdiges Konstrukt.
(tip Berlin, Nr.07-08, März/April 2008 - Claus Löser)

In seinen intermedialen Inszenierungen ist er ein Widergänger, der uns durchaus humorvoll mit gesellschaftlichen Tabus wie der körperlichen Dimension des Todes, mit AIDS, mit der Verletzung von Privatsphäre oder mit schwulen Orgasmen konfrontiert. Von Anfang an verschränkt Michael Brynntrup dabei biografische und fiktionale Momente. [...]
Michael Brynntrup hat es geschafft, sich nicht festlegen zu lassen und trotzdem einen zentralen Platz in der Filmszene einzunehmen. Er sagt, ihm sei es am wichtigsten, sich selbst immer wieder zu überraschen. Das ist Erfolg. Und auch, dass er uns immer wieder überrascht.
(Siegessäule, Berlin, Juni 2008 - Alex Gerbaulet)

Since the early 1980s Brynntrup has been a fixture in the film community in Berlin, from his first Super 8 films made within the local Super 8 collective, “Oyko” (pronounced otschko). He has worked in an ever increasing variety of media (and in particular, new media), an impressive breadth to which his Web site (www.brynntrup.de) attests. Brynntrup has made everything, from costumed drama to found-footage films presented in Super 8 and 16mm, and on CD-ROMs. He has made streamed films, installations, photography, drawings, photocopy art, photographs, a meticulously kept series of artfully illustrated diaries, and finally the extremely complex Web site that amalgamates (and transforms) all of these individual media. Indeed, it is a daunting undertaking to try to reflect that output in a few pages, because of both the sheer number of film and video projects completed by Brynntrup since 1982 and, perhaps more significantly, his inclination to continually reflect upon his own output, reproducing sections of older works in newer ones. The effect is not unlike that of a kaleidoscope in which, with each movement, the same beads within the kaleidoscope produce different effects for the viewer. In the case of Brynntrup’s oeuvre each reworking of a past work refracts the spotlight away from the already familiar content and on to both its maker and the medium that gives it shape.
(Robin Curtis, "From the Diary to the Webcam: Michael Brynntrup and the Medial Self", In: "After the Avant-Garde [...]", Camden House Press, Rochester, NY, October 2008)

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Brynntrup’s work can make us aware of perception as such. Brynntrup’s associative webs of the ineffable draw out an experience of cognition’s freedom to go beyond the linguistically expressible into other realms of affective experience. This ineffable points in effect to that which is felt in the body. It fundamentally relies on offering new experiences for perception, thereby offering perception a chance to experience itself differently, anew.
(Randall Halle, "Toward a Phenomenology of Emotion in Film: Michael Brynntrup and The Face of Gay Shame", In: Modern Language Notes, Volume 124, The Johns Hopkins University Press, April 2009)

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Er ist Künstler auf der ganzen Linie – von Performances, Installationen, Prosa, Malerei bis zu Filmen hat Brynntrup bislang viele Medien genutzt, um die Tiefen seiner Persönlichkeit zu erforschen und zum Ausdruck zu bringen. Dabei entdeckt und erfindet er sich immer wieder neu – und lässt sich in keine Schublade einordnen. Mit seinen Werken will er den Zuschauer zur Reflektion anregen und zum Risiko verführen, Neues auszuprobieren. Ohne Grenzen. Ohne Tabus. Ohne Scheu.
(Braunschweiger Zeitung, Campus, 16.09.09 - Nina Wodicka)
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Michael Brynntrup has always been the self-reflexive artist par excellence. “Self-reflexive” is here to be understood in two distinct ways. For one, his work is a sustained inquiry into the impact of the visual medium on its object of representation. [...] “Self-reflexive” also means that Brynntrup repeatedly interrogates who the self could possibly be in the age of digital reproduction, and here too Herzsofort. Setzung is a prime example.
(Alice Kuzniar, "Michael Brynntrup’s Cinematic Antidote to Yellow Fever", In: GELBFIEBER, Catalogue of the Exhibition, HBK Braunschweig, May 2012)

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Michael Brynntrup ist ein experimenteller Filmemacher und Medienkünstler. Mit Kurzfilmen, häufig auf Super 8 gedreht, wurde er zum Posterboy des deutschen Undergroundfilms. In einer Variante eines Cinema of Transgression stellt er meist sich selbst in den Mittelpunkt seiner Arbeit und thematisiert dabei Themen wie Tod, Geburt, Narzissmus, aber auch Kritik der Medien und das Medium Film selbst.
(Programmtext Image Movement Berlin, Juli 2013 – Andreas Reihse)
Michael Brynntrup is an experimental film-maker and media artist living in Berlin. With short movies, shot mostly on super 8mm, he became the poster child of German underground cinema in the 1980s. Soon he moved on to his personal version of a Cinema of Transgression, self-obsessive and self-abusive, focussing on issues like death, birth, narcissism, while simultaneously commenting on mass media and the medium of film itself.
(Program notes Image Movement Berlin, July 2013 – Andreas Reihse)

Clever puns, crossdressing, risqué double entendres and genre spoofs characterize the works of German experimental filmmaker and video artist Michael Brynntrup. A selection of his key works from 1987 to 2007 is available exclusively on realeyz.tv. Media artist Michael Brynntrup, born in Münster in the Westphalia region of Germany, summarizes his biography: “Identical twin brother stillborn. Since then studies in Philosophy. The artist lives and works”. In fact, autobiography figures in varying degrees of abstraction and encryption throughout his work. Brynntrup uses queer and camp aesthetics to explore philosophical issues such as mortality, identity and the possibilities of the medium of film. Since 1981 Bryntrup has created numerous experimental films, performances, electrostatic (copy) art as well as film and video installations. In 1995 he also began to work in interactive media (CD-ROM, web films). [...] Since 2006 Michael Brynntrup is a professor of film and video and heads the film class at the HBK (University of Fine Arts) Braunschweig.
(www.realeyz.tv - uptodate140518 - Natalie Gravenor)

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BIBLIOGRAPHIE | BIBLIOGRAPHY
Einzel-Interviews und -Pressestimmen | single interviews, reviews and articles