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Michael Brynntrup's
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sinnige Sentenzen | sententious senses
Tagebuchzitate | quotations from the diary
Interview deutsch | interview german
Interview englisch | interview english
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sinnige Sentenzen | sententious senses
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Die Kunst der manuellen Sprache ist die durchgehend fließende und dabei im einzelnen deutliche Reihenfolge der Gebärden. Das ist auch die Kunst der lebenden Bilder: die Bewegung. - Kommen wir nun zu Begriffen einzelner Lebens- und Sachbereiche.
{Informationsblatt zum Film, 1984ff}
The art of the sign language is a sequence of continually flowing, yet individually distinct, gestures. This is also the art of the living image: movement. - Now we come to terms with specific spheres of life and circumstances.
{Information sheet of the film, 1984ff}

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Tagebuchzitate | quotations from the diary
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Gestern abend waren Peter und Gunther [...] bei mir; beide sind taubstumm und mir deswegen in der vergangenen Woche aufgefallen (zudem schwul). Ich hab ihnen den »Stummfilm für Gehörlose« gezeigt, und sie fanden ihn toll, haben viel gelacht und verstanden den besonderen Humor. Das hat mich ungeheuer gefreut, mit diesem Lachen bin ich wohl von allen Vorwürfen befreit, der Film würde sich auf Kosten der Behinderten lustig machen.
Das Buch, aus dem die Fotos stammen, war den beiden bekannt, zu genüge, denn es sei das erste und einzige dieser Art in Deutsch (in Amerika gäbe es es z.B. über 300) und außerdem sei es total veraltet, was die Gesten betrifft und sie meinten auch wohl ideologisch (man sehe sich nur die Grimassen an). In Hamburg wäre auch schon ein Versuch gestartet, dieses Buch durch ein neues, junges zu ersetzen. Übrigens: der Typ, der die Religion 'verkörpert', sei ein szenebekannter Erzreaktionär).
{TB0654.Tabu03, 06.01.85}

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Interview deutsch | interview german
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SU:
Der »Stummfilm für Gehörlose« ist für dich auch konzipiert?
MB:
Ja, vom rein Filmisch-Bildlichen bietet das nicht die totale lllusion, es ist ein Lehr- und Übungsfilm, es ist ein Zeigefingerfilm, wo ich den Zeigefinger erhebe... Der Titel »Stummfilm für Gehörlose« weist auch auf den Film hin, daß Film z.B. auch Ton ist... Super8 möchte ich mir auf jeden Fall erhalten als spontanes Ausdrucksmedium, man kann ganz wunderbar über längere Zeit sammeln und ist nicht an normale Produktionsbedingungen gefesselt. Es ist ein sehr persönliches Medium, man kann sich als Person sehr viel stärker einbringen als in Filmen mit Riesenetat und Arbeitsteilung...
(Interview mit Michael Brynntrup, von Steff Ulbrich, translated and printed in:
BERLIN - Images in Progress, Contemporary Berlin Filmmaking,
Edited by Jürgen Brüning and Andreas Wildfang, Hallwalls / Buffalo, 1989)
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Interview englisch | interview english
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SU:
The »Stummfilm Für Gehörlose« (Silent Movie for the Deaf) is a more conceptual film for you?
MB:
Yes, the film and image aspects do not offer total illusion. It is an educational film, it is a forefinger film, where I raise my forefinger... The title »Stummfilm für Gehörlose« already points towards the film medium, for example that film means sound as well... Definitely I want to keep Super8 as a spontaneous medium of expression, you can collect material for a longer time pretty wonderfully and you're not tied to the normal conditions of production. It is a very personal medium, as an individual you can get involved much more. That's not possible in big-budget productions where work is split up.
(Interview with Michael Brynntrup, by Steff Ulbrich, printed in:
BERLIN - Images in Progress, Contemporary Berlin Filmmaking,
Edited by Jürgen Brüning and Andreas Wildfang, Hallwalls / Buffalo, 1989)
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