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Michael Brynntrup's
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sinnige Sentenzen | sententious senses
Tagebuchzitate | quotations from the diary
Interview deutsch | interview german
Interview englisch | interview english
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sinnige Sentenzen | sententious senses
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»KAIN UND ABEL« - Der Brudermord als die Brut Gottes.
Das Alte Testament als eine 'Es war einmal' - Produktion.
{Informationsblatt zum Film, 1994ff}
Man kann sich des Gedanken nicht erwehren, man kann ihn aber auch nicht ertragen: daß ein Wesen, welches wir uns auch als das höchste unter allen möglichen vorstellen, gleichsam zu sich selbst sage: Ich bin von Ewigkeit zu Ewigkeit, außer mir ist nichts, ohne das, was bloß durch meinen Willen etwas ist;
a b e r w o h e r b i n i c h ?
(Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, 2.Teil, 2. Abteilung, 3. Hauptstück, 5. Abschnitt: Von der Unmöglichkeit eines kosmologischen Beweises vom Dasein Gottes).
{TB1977.Tabu07, 18.11.94}

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Tagebuchzitate | quotations from the diary
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Jürgen meinte gestern, er hätte Lust, noch einen Totentanz zu machen und er habe nur noch 10 T-Helferzellen (ca. 1400 sind normal / ab 500 gibt's AZT und unter 200 ist's ganz und gar bedenklich) - Ich warte nur noch auf das Skelett aus der Tanzfabrik!
{TB1525.Tabu05, 11.07.91}
Heute auch einen ersten Dreh konkret in Richtung »Plötzlich«, - kann aber auch ins »TABU V« rutschen. Klar war von vornherein / lange anvisiert: ein Totentanz zu zweit (Ichgola und Jürgen Baldiga), schließlich Lina + Skelett, dann ein Kampf zwischen beiden und jetzt (seit vorgestern:) die Geschichte von Kain und Abel - der Brudermord. Wieder gibt die Bibel ein 'Wunder' auf: demnach erzürnt Gott (= bei uns im übrigen Lina Thanatogona / Tod in Hollywood) - Kain, weil eben Gott sein Opfer verschmäht, während er das Blutopfer Abels annimmt :=» also fließt Blut. Nunja komplex - und von unseren Bildern heute auch so nicht interpretierbar (zumal Ichgola/Kain einen Fötus opfert, den sie/er zunächst aus dem Arsch geboren hat.) / Gedreht haben wir die Soße bei matschigem Wetter am Buckowsee unterhalb der Autobahntankstelle; schönes Picknick dabei und überhaupt Spaß.
{TB1540.Tabu05, 19.08.91}
Ich hadere mit Gott - einerseits, andererseits habe ich mein unerschütterliches Gottvertrauen (Wer-oder-Was-immer 'Gott' auch sei: er ist! Es ist!!) ... Ich versuche dem Stoff um Kain und Abel eine Interpretation abzugewinnen, die den Film (jetzt = nachträglich) notwendig / logisch erscheinen läßt. Ursprünglich ausgegangen bei der KuA -Bearbeitung bin ich von der Überlegung / von dem Zweifel: ist Gott wirklich gut? Diese Frage zu beantworten, steht mir der Sinn! "Nach Dir steht ein Begehren, du aber sollst herrschen über sie" (die Sünde? als Dämon).
{TB1891f.Tabu06, 11.07.94}

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Interview deutsch | interview german
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KE:
Da fallen bestimmte Themen auf, die Sie offenbar sehr beschäftigen. Eins wurde eben schon genannt, das ist also die Religion im weitesten Sinne [...]
MB:
Also ich zweifle sehr an überhaupt jedem Weg sich auszudrücken, ja. Diesen Weg, die Methoden, das Medium und die Mittel, die bezweifel ich sehr, und die stelle ich in Frage. Also auch mit meinen Filmen, und das bemerkt natürlich das Publikum. Ich zeige diesen Zweifel, diese Skepsis an meinem eigenen Tun, - aber von der lustigen Seite, eben ironisch. Also zu den Gegenständen, die letzten Endes Glaubenssache sind, läßt sich sowieso kein aussagekräftiges Bild finden. Man kennt ja diese Monumentalfilme, die Sandalenfilme, die sogenannten, aus den 50ern zum Beispiel, da ist Religiösität ja total verkitscht. Ich finde, das trifft nicht den Kern, und das stößt nicht vor in die Region, die man ja eigentlich im Auge hat. Ja, und darum ironisiere ich das Medium, - aber ich hoffe dennoch, daß vielleicht ein Schimmer an Ernsthaftigkeit auch noch durchscheint.
(Interview von Knut Elstermann, ORB Filmjournal, Sendung vom 10.02.96)
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Interview englisch | interview english
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"The idea of a film is more important to me than it's technical perfection", says Michael Brynntrup of his Super8-movies. "But I respond to the technical possibilities... Motion pictures are the best means of expressing myself. They are alive. Painting ist dead and I don't want to end up in a museum".
(Andy Warhol's INTERVIEW, New York, September 1987 - Eva Steidel)
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