Pressestimmen | reviews and articles

Gezeigt werden fünf Filme. Der erste (3 min. / 1988) ist das Spiel eines Kindes mit dem Schädel. Im zweiten (3 min. / 1988, mit Olaf Kuß / Musik: Henry Purcell) verschwimmen ein Mensch und der Schädel in seinen Händen im Wasser (durch Mehrfachbelichtungen), das, wie der griechische Naturwissenschaftler Thales vor 2500 Jahren vermutete, der Ursprung allen Lebens ist. Ein unaufhörliches Kreisen um den Tod ist der dritte Film (4 min. / 1988, mit Antoine Strip-Pickels / Musik: Nicolas Klau).
(die tageszeitung, 16.03.89 - Michael Vahlsing)

Mit der wechselseitigen Anfechtungsfläche des Hier und Jetzt, des Vorher und Nachher, dem Einfrieren des Augenblicks, christlicher Erlösungshoffnung, Vanitas und Memento mori hatte Brynntrup bereits seine Filme »DER ELEFANT AUS ELFENBEIN, Totentanz 1-3« (1988) codiert. Dazu gibt er folgende Erklärung ab: "Die Totentänze handeln nicht vom Tod - es geht um das Leben." und "Hiermit erklärt der Autor ausdrücklich und unwiderruflich, daß er sich bereits anderweitig gegen Atomtod und Todesstrafe ausgesprochen hat." Brynntrups Filme protestieren so wenig wie sie Abtötungsverfahren für eine kritische Sicht auf menschliche Zivilisation sind. Die Vermeidung von Eindimensionalität macht sie offen für verschiedene Bedeutungsebenen, die sich ineinanderschieben, da sie um Tod und Eros kreisen. Die Facetten sozialer Wirklichkeit scheinen sie zu berühren und zu beleben. Stichwort: Aids.
(Katalog zur Cineprobe Film Exhibition im Museum of Modern Art, New York - Berlin, April 1992 - Christoph Tannert)

Brynntrup has already coded his films »DER ELEFANT AUS ELFENBEIN, TOTENTANZ 1-3« (1988) with the dialectical challenge of the here and now, the before and after, the freezing of the moment, the Christian hope for salvation, 'Vanitas and Memento mori'. "The Death Dances don't deal with death, it's life that counts." and "Hereby the author expressedly and irrevocably declares that he has already pronounced his opposition to nuclear death and the death penalty on other occasions." Brynntrup's films neither protest nor do they abort a critical view on human civilization. The avoidance of one-dimensionality leaves the films open to different levels of meaning that overlap each other as they circle around death 'and' eros. They seem to touch and enliven facets of social reality. Example: AIDS.
(catalogue on the Cineprobe at MoMA, New York - Berlin, April 1992 - Christoph Tannert, translated by Constance Hanna)


Totentanz 1:

The first depicts a young girl at play in her garden, photographed in a casual home movie style. There is nothing to suggest, at least initially, that this is anything but a sentimental punctum of the family. But in this garden she finds a skull which she fills with water and drinks from, the two heads merging in the act of libation, before she bears it back to earth, using it to water newly planted seedlings. This evocation of growth and decay, of the deeply felt complicity between life and death, is demonstrably understood by its young protagonist. Indeed in the film's evocation of life cycles Brynntrup suggests that this is the legacy we are born into, that in the garden there is already death. Its Edenic overtones are clear, the bright light of day contrasting with the film's darker themes, the poles of innocence and experience made to marry here, beneath the sign of the skull.
(Millenium Film Journal No. 30/31, Fall 1997 - Mike Hoolboom)

Das erste stellt ein junges Mädchen am Spiel in ihrem Garten bildlich dar, fotografiert in einer beiläufigen Videoart. Es gibt nichts, mindestens zuerst vorzuschlagen, daß dieses alles aber ein sentimental Punctum der Familie ist. Aber in diesem Garten findet sie einen Skull, dem sie mit Wasser füllt und trinkt von, die zwei Köpfe, die in der Tat von libation mergen, bevor sie sie zurück zu Masse trägt mit ihr, eben errichtete Sämlinge zu wässern. Dieses evocation des Wachstums und des Zerfalls, von glaubte tief Mitschuld zwischen dem Leben und Tod, wird demonstrierbar von seinem jungen Protagonisten verstanden. In der Tat im evocation des Filmes der Lebenszyklen Brynntrup, daß dieses das Vermächtnis ist, das wir in getragen werden, das im Garten ist vorschlägt, bereits Tod. Seine Obertöne Edenic sind klar, das helle Licht des Tages kontrastierend zu den dunkleren Themen des Filmes, die Pfosten von Unschuld und die Erfahrung, die gebildet wird, um, unter dem Zeichen des Skull hier zu verbinden.
(Millenium Film Journal No. 30/31, Fall 1997 - Mikrophon Hoolboom) {Übersetzung durch http://babelfish.altavista.com/cgi-bin/translate?}


Totentanz 2:

In Totentanz 2, a crimson tinted flood is superimposed over a magisterial robed figure, an Aryan blonde seated as if on a throne. He finally unveils the skull, heats it over candlelight, and begins to add powders and pewters from his table. These he grinds together with a pestle cast in the shape of a woman. Returning to the candle he sets his brew alight and offers it to a nameless God in a gesture of supplication. Photographed entirely in the black surround of a home movie setting, with the onrushing waters of Dis swarming over the whole, this incantory ritual, despite its esoteric trappings, is replete with a calm dailiness. It comes as an admission that our understandings owe a debt to, are leavened and clarified by, the certitude of our own end.
(Millenium Film Journal No. 30/31, Fall 1997 - Mike Hoolboom)

In Totentanz 2, wird eine hochrote abgetönte Flut über einem amtlichem robed die Abbildung gelegt, ein blondes Aryan gesetzt als ob auf einem Throne. Er schließlich stellt den Skull vor, erhitzt es über candlelight und fängt an, Puder und pewters von seiner Tabelle hinzuzufügen. Diese, die er zusammen mit einer Stampfe reibt, die in der Form einer Frau geworfen wird. Zurückbringen zur Kerze stellt er seins braut alight und Angebote es zu einem namenlosen Gott in einer Geste von supplication ein. Völlig fotografiert im Schwarzen umgeben Sie von einer Videoeinstellung, mit onrushing Wasser des Schärmens Dis über dem Ganzen, dieses incantory Ritual, trotz seines geheimen Abfangens, ist vollgestopft mit einem ruhigen dailiness. Es kommt als Aufnahme, daß unsere understandings eine Schuld verdanken, wird gesäuert und erklärt vorbei, die Gewißheit unseres eigenen Endes.
(Millenium Film Journal No. 30/31, Fall 1997 - Mikrophon Hoolboom) {Übersetzung durch http://babelfish.altavista.com/cgi-bin/translate?}


Totentanz 3 :

farbige collagen: okkultisch anmutende aktionen junger männer, grobe grafische bilder von feuer und wasser, und das in den filmen immer wiederkehrende symbol schädel, für expressive manieristische sinnlichkeit, absonderliche erotik, mit dem ständig präsenten bewußtsein von sterblichkeit. [...] mit musik, und zwar neuer musik von 'tuxedo moon!', ein glücklicher treffer: ein mitglied der gruppe aus brüssel war zu besuch, verglich mit Brynntrup musik-ideen mit neuen filmclips, und die paßten zusammen wie die faust auf's auge.
(Siegessäule, 4/88 - Ewald Kentgens)

Totentanz 3 again features the trope of superimposition, now showing five skulls turning in a grim circle over a man who loses his hair. He gropes in darkness, panicked, his gestures slowed through rephotography, and begins a histrionic dance of anguish. Totentanz 3 turns about the Christian figure of conversion, that moment which divides a life into past and present, which occasions many of its adherents to speak of a former 'dead' life and the unmistakable feeling of being born 'again'. Here a flesh elegy unfolds as the realization of his own mortality, his own limits unfold, emblematized now by his lost hair, compelling him to dance.
(Millenium Film Journal No. 30/31, Fall 1997 - Mike Hoolboom)

Totentanz 3 kennzeichnet wieder das trope der Aufeinanderschichtung und jetzt zeigt fünf Skulls, die in einem grausamen Kreis über einem Mann sich drehen, der sein Haar verliert. Er sucht in der Schwärzung tastend, in Panik versetzt, in seinen Gesten, die durch rephotography verlangsamt werden und fängt einen histrionic Tanz von anguish an. Totentanz 3 dreht sich über die christliche Abbildung der Konvertierung, diesen Moment, der eine Lebensdauer in letztes und in anwesendes teilt, das viele seiner Anhänger verursacht, um von einer ehemaligen Lebensdauer und vom unmißverständlichen Gefühl 'von wieder getragen werden' absolut 'zu sprechen'. Hier breitet ein elegy Fleisch aus, während die Realisierung seiner eigenen Sterblichkeit, seine eigenen Begrenzungen ausbreiten, emblematized jetzt durch sein verlorenes Haar und zwingt ihn zu tanzen.
(Millenium Film Journal No. 30/31, Fall 1997 - Mikrophon Hoolboom) {Übersetzung durch http://babelfish.altavista.com/cgi-bin/translate?}

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Pressestimmen | reviews and articles
DER ELEFANT AUS ELFENBEIN (Totentänze 1-8) | THE IVORY ELEPHANT (Death Dances 1-8)
monografischer Artikel | monographic review
Mike Hoolboom, "The Death Dances of Michael Brynntrup", printed in:
Millenium Film Journal N°30/31: Deutschland / Interviews, New York, Fall 1997


Pressestimmen | reviews and articles
PLÖTZLICH UND UNERWARTET: DER ELEFANT AUS ELFENBEIN | SUDDEN AND UNEXPECTED: THE IVORY ELEPHANT
Pressestimmen | reviews and articles
PLÖTZLICH UND UNERWARTET - eine Déjà-Revue | SUDDEN AND UNEXPECTED - A Déjà-Revue


Interview | interview
Steff Ulbrich, interview with MB, excerpt on »Dances of Death«, printed in:
BERLIN - Images in Progress, Contemporary Berlin Filmmaking, Buffalo, 1989

Interview | interview
Steff Ulbrich, Interview mit MB, Auszug zu den »Totentänzen 1-8«, translated and printed in: BERLIN - Images in Progress, Contemporary Berlin Filmmaking, Buffalo, 1989
Interview | interview
Mike Hoolboom "Death, Obsession + Cinema (part one)", interview on »Death Dances«,
Independent Eye, N°11, Toronto, Spring 1990