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Pressestimmen - deutsch | reviews and articles - german

monografische Artikel | monographic reviews


Ironisch genug, einen 'Monumentalfilm' auf dem winzigen Format zu drehen. Ironisch auch weitgehend der Tenor dieses Versuchs, eine allsattsambekannte Geschichte neu zu erzählen. Religionssatire ist angesagt. Dabei besteht das Umwerfende dieser Arbeit, die über ein Jahr beanspruchte, weniger in der witzig-frechen Verfremdung der Jesusgeschichte. Revolutionär ist vielmehr die Produktionsmethode. Die Vorgehensweise wurde aus der 'ecriture automatique' der Surrealisten gewonnen. Ein "Spiel mit gefaltetem Papier, in dem es darum geht, einen Satz oder eine Zeichnung durch mehrere Personen konstruieren zu lassen, ohne daß ein Mitspieler von der jeweils vorhergehenden Mitarbeit Kenntnis erlangen kann" (Breton).
Gleichzeitig gibt das Werk einen Überblick über das Schaffen des Super8-Untergrunds in Gesamtdeutschland. Vertreten sind München, Köln, Bonn, Düsseldorf, Ost-Berlin, West-Berlin und Hamburg. Nicht zuletzt stammt das Orwo-Filmmaterial aus der DDR.
Höchst seltsam, wie dieser Film überhaupt. Stimmung wird wohl in jedem Fall bei dieser geballten Humorpartie über ein geheiligtes Thema aufkommen. Verletzung der christlichen Glaubensgefühle hin und her - der Rezensent fühlte sich angenehm amüsiert und jedenfalls fühlte sich sein Gesäß anschließend 'monumental'.
(berlinale-tip Nr.1/86, Berlin, 02.86 - Eraserhead)
monografischer Artikel | monographic review

»Jesus - der Film«, wieder mal die größte Geschichte aller Zeiten, diesmal in schwarzweiß auf Super8 gedreht, ein Monumentalfilm von knapp zweieinhalb Stunden bestehend 37 Episoden, 12 davon stammen von Michael Brynntrup, der das Projekt organisiert hat und die Hauptrolle spielt.
Wer Zugeständnisse an die technische Qualität macht und ein paar arg dilettantische Episoden übersteht, wird sich nicht langweilen.
(zitty Berlin, tagestip 15.02.86 - Georg Lacher-Remy)

Eine frische, witzige und überraschende Film- und Textcollage ist entstanden, die dem ausgeweideten Thema zumindest neue Betrachtungsweisen abgewonnen hat. [...] Neben reichlich skurrilem Slapstick finden sich in vielen Beiträgen Anspielungen auf religiöse Sexualmoral - wer glaubte, dies Thema sei mit den 70er Jahren verschwunden, irrt. Religion wird zumindest solange und immer dort ein fesselndes Thema sein, wie und wo sie Schäden anzurichten vermag. Dennoch ist der »Jesusfilm« frei von hehren aufklärerischen Ansprüchen. Antiklerikalität, Atheismus, religiöser Kitsch, Satire und Nonsens werden spielerisch gemixt.
Außerdem ist ein zweieinhalb Stunden langer Super8-Film, der durch einen Zusammenschnitt mehr verlöre als gewönne, an sich schon eine Sensation. Jesus Christ Antistar.
(die tageszeitung, 15.02.86 - Wiglaf Droste)
monografischer Artikel | monographic review

Die Filmgeschichte kennt eine ganze Reihe von Bibelverfilmungen oder doch mindestens biblischer Themen und Motive: monumental in Hollywood-Manier, ungleich artifizieller und metaphorischer im Kunstfilm eines Jean-Mane Straub oder Pier Paolo Pasolini; nicht zu vergessen den zum Kultfilm stilisierten Klamauk über »Das Leben des Brian« von Monthy Python. Das jüngste Epos zum Thema feierte nun auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1986 im Forum des jungen Films Premiere der: »Monumentalfilm über den Lebens- und Leidensweg unseres Herm Jesus Christus - kurz: Jesusfilm« nach einer Filmidee des in Münster geborenen -nein, Filmemacher ist er nicht- Experimentalfilmers Michael Brynntrup.
(Neue Westfälische Bielefeld, 12.03.86 - Jörg Hoffmann)

Seit Godard bewiesen hat, daß die ultimative Spielberg-Story nicht immer im Neuen Testament steht, seit atavistische Sehnsüchte nach Keuschheit, Versuchung, Sühne, Reue, Buße und anderen geilen urethischen Thrills die Hervorbringungen der Subkultur durchziehen, ist eine Jesus-Bewegung ausgebrochen, die jetzt in einem selbsternannten Monumentalfilm der Berliner Szene-Szene gipfelt.
(spex, Mai 1986)

M. Brynntrups Jesus-Darstellung schwankt zwischen narzistischem Pathos und Ironie, die episodenhaften Kurzbeiträge sind auch qualitativ sehr unterschiedlich, doch merkt man aus jeder Episode den Spaß, den die Beteiligten beim Filmen hatten. So kann trotz der Länge keine Langeweile aufkommen. [...] Ein sehr tiefer Judas-Kuß, ein paar sparsame tuckige Attitüden und einige 'campy'-Szenen machen natürlich keinen schwulen Film daraus: das war auch nicht beabsichtigt. Bis hin zur »Himmelfahrt« (mit einem amerikanischen Raketen-Countdown unterlegt) ist aber eine ganze Reihe von skurrilen Bibel-Neuinterpretationen zu sehen.
(Gay-Express, Mai 1986 - Olaf Stüben)

»Jesus - der Film« nennt sich diese Monumentalsuperachtproduktion. Die Besetzungsliste gleicht einem Who is Who im deutschen Super8- und PerformanceUnderground. [...] der Spaß am Erstellen des Films überträgt sich auf die Zuschauer, zumal es sich nicht um eine Klamotte handelt. Die eine oder andere dilettantische Episode erträgt man dann schon.
Antiklerikalität, religiöser Kitsch und Filmgenres werden hier bunt durcheinandergewirbelt und lassen dennoch die Ernsthaftigkeit des Themas nicht vergessen. [...] Der Kinobesucher erlebt dieses Wunder noch - als Filmtrick.
(Siegessäule, Mai 1986 - Clemens Sindelar)

Der Jesus-Film, das große Episodenwerk der deutschen Avantgarde-Szene
Ein Monumentalfilm in Super8, [...], die klassischen Geschichten aus dem Religionsunterricht uns allen mehr oder weniger noch vertraut, 1985 neu erzählt, auch ein Streifzug durch die Filmgeschichte, wo die einfachste filmische Illusion den auf dem (zugefrorenen) Wasser wandelnden Jesus mit den Fischern zusammenfügt, die dabei baden gehen. [...] Elemente der Gegenwart sorgen für Verfremdungen, Blasphemie, Ironie, Komik, Pathos, in jedem Fall Ideenreichtum, weshalb ich der langen 140-Minuten-Fassung auch den Vorzug gebe vor der 80-Minuten-Fassung.
(zitty Berlin Nr.10/86, Mai 1986 - Frank Arnold)

Super8-Filmer aller deutschen Städte, vereinigt euch! - [...] Und weil das Format so klein ist, mußte zum Ausgleich die größte Geschichte aller Zeiten her: »Monumentalfilm über den Lebens- und Leidensweg unseres Herrn Jesus Christus, kurz: Jesusfilm« heißt der natürlich ebenso monumentale Titel des Films, dessen Fertigstellung immerhin ein Jahr dauerte. 23 Autoren beziehungsweise -gruppen zeichnen für die insgesamt 37 Episoden. Die längste dauert elf Minuten, die kürzeste vierzig Sekunden, alles in allem summieren sie sich zu einer Länge von knapp zweieinhalb Stunden: eine saftige Überlänge, wie es sich für einen anständigen Bibelfilm gehört.
Ganz klar: Die Episoden sind dann gut, wenn sie die Geschichte, die jeder kennt, so abändern, wie es niemand erwartet hätte. [...] Unter den Autoren befinden sich Leute aus der Kino- und Verlagsszene, Gäste aus der DDR sowie so bekannte Namen wie die der Kölner Experimentalfilmer Birgit und Wilhelm Hein und unser allseits geschätzter Mitarbeiter Dietrich Kuhlbrodt.
Wer Zugeständnisse an die technische Qualität macht und ein paar arg dilettantische Episoden übersteht, wird sich nicht langweilen - nur etwas kürzer hätte es schon sein können.
(SZENE Hamburg, Mai 1986 - Georg Lacher-Remy)

Mit überwiegend satirischen Absichten haben sich die meisten Regisseure dem jeweiligen Thema genähert. Dabei blieben wirklich sinnvolle Aktualisierungen der biblischen Überlieferungen die Ausnahme. Auffällig ist eine gewisse Ideen- und Einfallslosigkeit, der häufige Rückgriff auf dramaturgische Stereotypen bei der Umsetzung vieler dieser Episoden, die den in seiner Gesamtheit ziemlich langen »Jesusfilm« für den Betrachter nicht eben gerade zur kurzweiligen Unterhaltung werden lassen (ich konnte nicht alle Episoden sehen).
(Der Tagesspiegel, Berlin, 17.05.86 - Jochen Metzner)

Daß der gute Jesus Christus mit seinen zwölf Jüngern seinen Spaß gehabt haben wird, haben wir ja schon immer geahnt. [...] Daß der zweieinhalb Stunden lange Streifen nicht jedermanns Sache ist, muß an dieser Stelle wohl nicht betont werden. Immerhin lobte die 'tageszeitung' nach der Uraufführung während der Berliner Filmfestspiele: "Eine angenehme Mischung aus pathetischen Klischees und ironischer Distanz."
(Du und ich, Nr.6, Juni 1986)

Es ist die Kraft des Kinos, die hier völlig unvermutet zum Tragen kommt. Stets in der Nähe zum Kitsch, am Format gemessen völlig überdimensioniert, erschafft der Film mit seinen reichhaltigen Anleihen an Filmoptiken der Stummfilmzeit in einem bestechenden Timing einen neuen Mythos.
(Stadtblatt Bielefeld, Nr. 25/86, 12.06.86 - Udo Penner)

'Anything goes', [...] Allzu viele haben Brynntrups Aufforderung allein als Witz verstanden, den Ernst nicht mal geahnt, mit dem Brynntrup sich als Jesus zur Verfügung stellt: nämlich, um ihn innerlich loszuwerden. Was Brynntrup anbetrifft, so streitet sich in ihm der alte Respekt (vor den Idealen) mit dem geliebten Nihilismus des 'No Future' und beschwört die Geister der Post-Moderne, die er dann nicht loswird. Das Spiel ist ernst, und noch ernster sind die selbstgestellten Fallen: der Stolz auf die Subjektivität und das im Werk repräsentierte Ich.
(epd-film, Nr.7/86 , 07.86 - Michael Kötz)

Das Ergebnis ist ein ungemein erfrischender Regelverstoß gegen das biblische Bilderverbot. Respektlose, zynische Momente wechseln flüssig über zu heiteren und ironischen Interpretationen. Andere Sequenzen nähern sich fast dem Kitsch, jedoch nicht ohne dem Zuschauer den Hauch von ehrwürdigem Pathos zu vermitteln. Es ist ein Stück Kino, in das man unversehens hineingerät. Denn wer erwartet schon in diesem zersplitterten Super8-Monumentalfilm die Geschmeidigkeit eines Spielfilms, die pointierten Spitzen eines Zeitgeistes und die Aura einer längst vergangenen Filmepoche.
(TIPS Bielefeld, Nr.7/8/86, 07.86)

Diese aus wenigen Minuten langen Einzelepisoden -deren Qualität sehr unterschiedlich ist- bestehende Neuverfilmung des Neuen Testaments beinhaltet auf jeden Fall mehr blasphemische Kraft als das so heftig umstrittene Gespenst von Herbert Achternbusch.
(Out of Depression Nr.5, Juli/September 1986, 07.86 - Johannes C. Tritschler)

Aber nicht nur dieses Material ist der Grund für den Eindruck einer erstaunlichen Homogenität des Gesamtwerkes. Wenn der Streifen einen Überblick über das Schaffen des Super8-Untergrundes von Gesamtdeutschland verschafft, dann zeigt er auch, daß sich da Ausdrucksweisen angenähert haben. Grob gesagt zeigt sich, daß alte Filmoptiken und (bewährte) Experimente der Achtziger verschmelzen und inhaltlich zum Erzählen einer Geschichte verwendet werden. Es scheint sich dabei eine allgemeine Tendenz abzuzeichnen: bestimmte Erfahrungen setzen sich durch und die Filmschaffenden treffen sich auf einem gemeinsamen Niveau. [...] Ein großer Stoff auf Kleinformat: das ist auf jeden Fall ein skurriles, manchmal irritierendes Vergnügen.
(Bielefelder Stadtblatt, 10.07.86 - Bernd Kegel)
monografischer Artikel | monographic review

In einer verzweifelt schlaflosen Nacht dachte der Jungfilmer Michael Brynntrup an die Bedeutung seines Vornamens ('Wer ist wie Gott?') und es überfiel ihn der heiße Wunsch, eine filmische Inszenierung der wirklichen und gefilmten Inszenierungen Gottes auf Erden zu inszenieren, eine maschinengewehrschnelle Abfolge verwirrender, einander auslöschender, miteinander im Widerstreit liegender Bilder, Gleichnisbehauptungen, Wortfolgen, musikalischer Kompositionen, den Kopf in den Zustand eines weißrauschenden Fernsehapparates versetzende Assoziationspartikel, auf daß die Suche und die Sehnsucht nach dem ganz Anderen innerhalb und jenseits der herrschenden Inszenierungen wachsen möge.
(RIAS 1 'KIRCHENFUNK', Radio-Sendung vom 11.07.1986 - Bärbel Jäschke)
Radio - Besprechung | radio - review

Was steckt in den vielen Bildern, die Menschen sich machen?: Fragen sicherlich immer wieder. Neugier an einem Geschichtenstoff, der unerschöpflich zu sein scheint. Und Übermut?: jo freilich, das wohl gelegentlich auch.
(Abmoderation des Beitrags von Bärbel Jäschke für den RIAS Kirchenfunk, Sendung vom 11.07.86)

Insgesamt erscheint der Super8-Streifen als typisches Produkt unserer ideologielosen Zeit, in der sich eine einheitliche Haltung zum Glauben nicht mehr erzwingen läßt. Man will Traditionen nicht völlig über Bord werfen, weiß aber auch nicht genau, was man damit anfangen soll. Skepsis paart sich mit Ratlosigkeit, und manchmal ersetzen dann Gags die Auseinandersetzung. Aber das mag für manche Leute immer noch reizvoller sein, als sich von Pächtern der Wahrheit belehren zu lassen.
(Neue Westfälische, 11.07.1986 - Alexandra Jacobsen)
monografischer Artikel | monographic review

Man kann das erschreckend finden oder vielversprechend. Es ist eine Frage der Orientierung. Dümmer geworden jedenfalls ist es nicht. Denn wer nicht weiß, woran er sich festhalten kann, der wird erfinderisch. [...] Geradezu triumphal ist dieses Comeback des totgeglaubten, durch nichts zu erschütternden, monadologisch auf sich vertrauenden Künstlersubjekts: omnipotenter Mittelpunkt der Welt, autoerotisches Faktum. [...] Beliebigkeit und Dilettantismus gehören zum Programm, immer auf Du-und-Du mit dem Genialen.
(Frankfurter Rundschau, 14.07.86 - Michael Kötz)

Ein in Super8 gedrehter 'Monumentalfilm über den Lebens- und Leidensweg unseres Herrn', zu dem der Nachwuchsfilmer Michael Brynntrup zwei Dutzend Kollegen eingeladen hatte, sorgte für Aufsehen beim Forum des jungen Films der diesjährigen Berlinale. [...] Der Film schlingert so dahin zwischen Spott, Kritik, Leerlauf und Klamotte.
Ein paar Gags sind sogar gut. So bekommt Maria Zwillinge, nachdem das Neue Testament neun Monate vor unserer Zeitrechnung angefangen hat. Warum Gottes Sohn das ewige Leben hat, wird drastisch nachgewiesen: Er ist ein Vampir!
(Nürnberger Abendzeitung, 31.07.86 - R.K.)

So vielfältig die beteiligten Künstler waren, so vielfältig ist auch die Qualität der einzelnen Episoden. Eines haben sie aber alle gemein, sie nehmen die Vorlage nicht als unveränderbares Heiligtum hin, sondern setzen sie radikal subjektiv um. Kommt es dabei auch des öfteren zu heftigen Diskrepanzen zwischen einer meist guten Idee und einer nicht immer adäquaten filmischen Umsetzung, so überzeugen etliche Episoden doch durch witzige Ideen und unerwartete Wendungen.
Michael Brynntrup's »Jesusfilm« ist bestimmt kein Meisterwerk, zeigt aber auch, daß der deutsche Underground doch nicht so verschlafen ist wie uns viele Untergrundregisseure vormachen wollen. Der »Jesusfilm«, das ist kompromißloses Kino wie es Spaß macht.
(Nürnberger Zeitung, 31.07.86 - tom)
monografischer Artikel | monographic review

Standen die ersten Jahre dieses Jahrzehnts unter dem Zeichen des sogenannten 'Genialen Dilettantismus', so ist heute eine Tendenzwende festzustellen. Die Bearbeitung des Themas und der Einsatz von Technik unterliegen einer viel bewußteren Strukturierung. Diese zunehmende Professionalisierung klammert jedoch einen spielerischen Umgang mit dem Stoff nicht aus, so daß viele der Arbeiten durch den gezielten Einsatz von 'Dilettantismus' ein ungeheures Spannungsfeld erzeugen.
Dennoch ist das Werk von erstaunlicher Homogenität. Die Gründe finden sich u.a. in der Spannung zwischen formaler und inhaltlicher Gestaltung. Technische und konzeptionelle Sorgfalt kollidieren oft mit anarchischen Inhalten, wie auch umgekehrt, wenn nämlich bedeutungsträchtige, fast kitschige Bilder durch das grobe Korn des Super8-Films ein eigenartiges, an Stummfilme erinnerndes Pathos erzeugen.
(Illustrierte?, Bielefeld, 08?.86 - Udo Penner)

Die Schmalfilmcrews mit den teilweise so unfaßbar geistreichen Neuberliner 'noms de guerre' hatten todsicher ihre Freude, nur der Betrachter wundert sich über die erstaunliche Lebensdauer von Konfirmandenwitzen. Nach dem »Leben des Brian« sollte man auch im Kleinformat über diesen Fundus hinausgewachsen sein.
(Nürnberger Nachrichten, 01.08.86)

Das Leben Jesu, nachgezeichnet in rund zwanzig Episoden. Die Beiträge der beteiligten Super-8-Filmer sind fast ausnahmslos von dilettantischer Machart und pubertärem Witz geprägt; formal wie inhaltlich eine Katastrophe.
(film-dienst, Katholische Filmkommission für Deutschland, September 1986?)

pubertär: Jesus - der Film - [...] Es stören nicht so sehr die technischen Mängel bei Ton und Bild (dafür gibt's ja cineastische Atmosphäre pur) als vielmehr Ideen- und Witzlosigkeit bei der filmischen Interpretation vom Leben, Sterben und Auferstehung Jesu. [...] Wer diese Art von pubertären 'Witz' mag, der wird den Film vielleicht auch als Auseinandersetzung mit hohlen und sinnentleerten kirchlichen Ritualen empfinden.
(UNI Journal, 10.86 - Gerd Felser)

Jesus lebt [...] 24 Super-8-Filmgruppen aus der Independant-Bewegung Deutschlands haben jeweils ein Kapitel aus dem Evangelium in Szene gesetzt. Einzig und allein die magere Gestalt Brynntrups, der den Jesus überzeugend spielt, bildet den roten Faden. Und das Buch der Bücher natürlich. – Was der Film, teilweise auch unfreiwillig thematisiert, ist unser zwiespältiges Verhältnis zur Religion und ihren Tabus. Und das ist immer noch ein Thema, wo es Schäden anzurichten vermag. Wer sich frei fühlt von solch frühgeschichtlichem Moralsumpf, wird dem Film nicht viel abgewinnen können. Wessen Erziehung [allerdings] begleitet und bestimmt war von Religiösität und Bigotterie, den kann der Film ernsthafter berühren.
(Kursbuch Bremen, Nr.10, Oktober 1986 - Roland Bluhm)

Was den Einzelnen da eingefallen ist, ist höchst originell, humorvoll, manchmal fast ein bißchen blasphemisch und umwerfend komisch. Michael Brynntrup, Berliner Filmemacher, Initiator des Projekts und Jesusdarsteller hat es verstanden, die Ironie des Inhalts in eine adäquate Form zu bringen, dürfte es sich hier doch um den ersten Super8-Monumentalbibelfilm handeln.
So ist neben einem, trotz monumentaler Länge, sehr unterhaltsamen Film noch ein Überblick über das Super8-Schaffen in Deutschland (nicht nur West) entstanden.
(Stadtblatt Osnabrück, Oktober 1986)

Von den in letzter Zeit wieder beliebten Gemeinschaftsproduktionen von Filmemachern ist der JESUSFILM sicher eine der interessantesten, lustigsten und provokantesten Aktionen. Ich würde mir wünschen, daß mein alter Religionslehrer im Publikum sitzt, mit dem ich mich immer gestritten habe. Er wird wahrscheinlich ablehnen, "Blasphemie!" rufen oder sowas. Aber nichts weniger als das ist der JESUSFILM, sondern eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem großen C, auf das sich ja viele berufen in diesem unseren Lande.
(Lagerhalle Osnabrück, Programmheft, Oktober 1986 - m)

Armselige Phantasie - [...] Gute 140 Minuten lang muß der Betrachter tapsige Bildfolgen über sich ergehen lassen. Blödelei, Persiflage oder blasphemische Fingerübungen? Die Geschmäcker sind verschieden. [...] Selbst Herbert Achternbuschs »Gespenst« erscheint dagegen als ein geradezu seriöses Unternehmen. Vermutlich wird Brynntrup eine 'Gemeinde' finden, die den Spuk als Anfrage an ihren Glauben empfehlen wird.
(Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, 12.10.86 - Dietrich Sattler)

Eine Bibelverfilmung, deren vollständiger Titel schon Ungewöhnliches andeutet: [...] Es liegt nahe, daß viele Mitarbeiter Brynntrup's Idee zum Anlaß für allerlei Klamauk genommen haben - doch insgesamt ist ein Film entstanden, der sich über weite Strecken durchaus ernsthaft mit seinem Thema auseinandersetzt.
(Badische Zeitung Freiburg, 21.10.1986 - zel)

Genug Parodie, Lächerlichmachung und Blasphemie für zwei Exkommunikationen, sollte man meinen. Sollte man? Michael Brynntrup hat das Pech, mit »Jesus - der Film« zu spät dran zu sein. Inquisitoren sind ausgestorben, die Kirche hat ihren Frieden mit Bunuel und Pasolini geschlossen und ist dabei, auch für Achtembusch eine Schublade zu zimmern. Weshalb sich da von einem Szene-Spinner aus Berlin provozieren lassen, dessen Super8-Kraftanstrengung mangels Publikum im Vergessen verpuffen wird?
Doch ob verschüttet oder verdrängt, der Mythos der christlichen Überlieferung steckt in uns allen, macht uns verletzlich. »Jesus - der Film« hat sich an diesem Mythos gerieben, ihm vielleicht ein paar Kratzer beigebracht, die eine Weile wehtun: Mehr nicht. So schnell stirbt kein Mythos.
(Südwestpresse Neckarquelle, 22.10.86 - Hanns-Georg Rodek)

Monumentaler Jesus-Film auf Super-8 – Heutzutage ist in der Kunst, und damit auch im Film, alles möglich. So geschah es denn tatsächlich, daß sich die Super-8-Szene bundesweit und mit zwei Gruppen aus der DDR zusammenschloß und ein ganz und gar ungewöhnliches Projekt realisierte. Kein Experimentalfilm, kein Dokumentarstreifen ist gemeint. Mit Hilfe des schmalen Materials nahmen sich die Autoren des klassischsten Themas schlechthin an: Man verfilmte das Neue Testament!
(Schwäbische Neue Presse, 24.10.1986)

"Selig, wer nichts glaubt" - [...] Die Reaktionen reichten von Empörung über "abgedroschen und seit dem Achternbuschgespenst nichts Neues" bis zur begeisterten Zustimmung gegenüber dem Filmemacher Michael Brynntrup, der sich den Fragen der Zuschauer stellte. Als Persiflage und Parodie mit ernsten Untertönen wolle er sein Projekt verstanden wissen. Auf Fragen sagte er, was er eigentlich damit aussagen wolle, verweigerte aber die direkte Antwort. Es solle dem Betrachter überlassen bleiben, was er an Erkenntnissen aus dem Werk ziehen wolle. Eine neue theologische Sicht solle der Film jedoch nicht vermitteln.
(Badische Zeitung Villingen-Schwenningen, 27.10.86 - Mona Schulz)

Teuflisches Machwerk - Ein blasphemischer Jesus-Film des Berliner 'Untergrund'-Filmers Brynntrup ist in deutschen Kinos angelaufen. In dem Streifen mit dem Titel »Monumentalfilm über die Lebens- und Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus« soll 'Religionssatire' gezeigt werden.
Dieser Film und die Kommentare sind teuflisch. Bleibt zu hoffen, daß die Kassen für ihn nicht klingeln.
(Katholische Bildpost, November? 1986)

Ein Chargieren auf einem Niveau, das Oberammergau (das auch aufs Korn genommen wird) um Etagen unterschreitet. Der Film ist keine Blasphemie, dazu fehlt die Auseinandersetzung, fehlt der Formwille.
Der Theologe, der diesen Film sieht, versinkt in dumpfe Verzweiflung. Irgendwo muß doch die Kirche daran schuld sein, daß sich die Auseinandersetzung mit den religiösen Fragen in derart pubertären Formen einer ungesteuerten Bildphantasie ergeht. So viel Harmlosigkeit hat der Glaube nun wirklich nicht verdient. Wird hier den Kirchen die sträfliche Mißachtung der Bilder und ihrer eigenen theologischen Aussage in der Form einer völligen Banalisierung der Bilder um die Ohren geschlagen? Oder sind hier Bilderstürmer am Werke, die sich primär selbst der Lächerlichkeit preisgeben, um darin die Absurdität des Lebens, der Welt und ihrer wichtigsten Geschichte zu demonstrieren?
(epd Film, 11.86 - Hans Werner Dannowski)

Es gibt doch immer wieder Leute, die so unter ihrer katholischen Erziehung gelitten haben müssen, daß sie sie sogar in Mammut-Filmprojekten vor der Öffentlichkeit aufarbeiten. Einer jener Kirchengeschädigten Blasphemiker ist sicher der Experimentalfilmer Michael Brynntrup. Da man ihn in Oberammergau nie den Jesus hat spielen lassen, drehte er einfach seinen eigenen: »JESUS DER FILM«. [...] Heraus kam ein geballter Schwachsinn wie z.B. Jesus, der in einer Einkaufspassage den vorbeihastenden SchIußverkaufsgieranten verbrannte Toastbrote anbietet. Solcherart kindliche Verhohnepipelungen des christlichen Glaubens hat schon ACHTERNBUSCH mit viel mehr Ernst und echter Komik unternommen und der Kirche dabei genausowenig geschadet. [...] So aber kann ich über den dargebotenen Blödsinn nicht einmal lachen.
(filmfaust Nr.55, 11.86 - Reinhard Wissdorf)

Die Methode des scheinbar ziellosen Aneinandereihens, so steckte Brynntrup den Zeitungsleuten bei den diesjährigen Filmfestspielen in Berlin, sei der 'ecriture automatique' der Surrealisten entlehnt, "einem Spiel mit gefaltetem Papier, in dem es darum geht, einen Satz oder eine Zeichnung durch mehrere Personen konstruieren zu lassen, ohne daß der Mitspieler von der jeweils vorhergehenden Mitarbeit Kenntnis erlangen kann".
Sowas gefällt den Filmrezensenten! Tatsächlich trägt der angeblich so wahllos zusammengepfriemelte »Jesusfilm« dann aber doch die deutliche Handschrift Brynntrups und was wir daraus lernen ist bestenfalls das 'ecriture automatique'- Spiel der Kulturjournalisten, einem Spiel mit Zeitungspapier, in dem es darum geht, einen Artikel zu konstruieren, bei dem jeder Mitspieler von dem jeweils vorhergehenden Artikel Kenntnis hat und blindlings sich Erkenntnisse aus diesen zusammen zu klauen, befugt ist.
Auch in den folgenden 36 Episoden geht es reichlich blasphemisch, gotteslästernd und christenschändend zur Sache - das macht den Film so sympathisch. Trotzdem hat man selten das Gefühl, daß da Provokation zum Selbstzweck betrieben wird. Die Super8 Filmer haben die Bibel einfach so gelesen, wie man sie heute lesen muß: Als Unterhaltungslektüre, randvoll mit lustigen Geschichten, denen man mit locker geführter Kamera ungeahnte ästhetische Qualitäten und absurde Interpretationen abgewinnen kann. Die besseren der Episoden sind zudem Perlen der Super8 Filmerei und streckenweise nähert sich der Puzzlefilm dank theatralisch überzeichneter Gestik, pompös inszenierte Szenen, der Ästhetik alter Stummfilme.
(Communale Heidelberg, 13.11.86 - Wolfgang Luck)
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Den 1. Preis erhielt Michael Brynntrup für seinen Film »Jesus«. In der Begründung der Jury heißt es, daß in diesem Film die verschiedensten aktuellen Richtungen des experimentellen Filmschaffens auf wundersame Weise vereint werden. Es wird von einem 'Jesus-Superstar-Film' von eigenen Gnaden, einem unverschämten, einem bösartigen Informationsverfälscher trotz besseren Wissens, einem Bibelfilm für Ungläubige gesprochen. Dieser Film werde zum Kino-Ritus, wo das kirchliche Ritual versagt habe. In dieser Zeit der gezielten Informationsverfälschung und der zweifelhaften Geschichtsbilder, so die Jury, sei dies ein Fim, der klarmacht, daß Geschichte auch immer eine Erfindung sei.
Eine respektlose, aber nicht sakrilegische Umdeutung der Leidensgeschichte, mit starker Neigung zur Klamotte allerdings.
(Braunschweiger Zeitung, 10.02.87)

»Jesus - Der Film« – Das Leben Jesu, nachgezeichnet in rund zwanzig Episoden. Die Beiträge der beteiligten Super-8-Filmer sind fast ausnahmslos von dilettantischer Machart und pubertärem Witz geprägt; formal wie inhaltlich eine Katastrophe.
(http://www.zweitausendeins.de/filmlexikon - uptodate121231; Lexikon des Internationalen Films, 1987)

Einen Überblick über die deutsche Super8 / alternative Kunstszene um 1985 gibt Michael Brynntrup in seinem 'Monumentalfilm über den Lebens- und Leidensweg unseres Herrn Jesus Christus', kurz: »Jesusfilm« 1986. [...] In den allgemein bekannten biblischen Geschichten wird das Kino in seinen ebenso vertrauten Klischees reflektiert. Vom Horrorfilm bis zu Fluxus sind alle Genres und Stilmittel vertreten. Das Drama und das Pathos ist allerdings auch ernst gemeint.
(Birgit Hein, Experimentalfilm und bildende Kunst, in Ingo Petzke: "Das Experimentalfilm-Handbuch", Schriftenreihe des Deutschen Filmmuseums, Frankfurt 1989)

Finanziert wurde die Tournee übrigens von niemandem, es sei denn den zahlenden und wie gesagt zahlreichen Leuten an der Abendkasse. Zentrum ist diese 'Missionstournee mit »Jesus - der Film«', weil sie die Arbeit der vielen zusammen- und der Öffentlichkeit vor Augen bringt, die die Episoden der Heiligen Schrift verfilmt und mittels der Leporello-Technik verkettet haben. Der »Jesus-Film« ist sein eigenes Festival: ein ebenso frommer wie praktischer Sampler...
Michael Brynntrup ging mit dem Maxi-Sampler, dem Leporello-Großwerk »Der Lebens- und Leidensweg unseres Herrn Jesus Christus« auf Tournee, wobei es sich als praktischer erwies, die Super8-Kopie einzusetzen. Zum einen war die - mit Mitteln der Vertriebsförderung gezogene - 16 mm-Kopie qualitativ weniger gut, zum anderen hatte an manchen Veranstaltungsorten die Super8-Projektion den Vorteil, billiger zu sein. Die Tournee war ihr eigenes, reisendes Festival. Deswegen hatte sie auch einen Namen: 'Missionstournee mit »Jesus - der Film«'.
(Dietrich Kuhlbrodt, Nestflüchter - das Kino neben dem Kino, in Ingo Petzke: "Das Experimentalfilm-Handbuch", Schriftenreihe des Deutschen Filmmuseums, Frankfurt 1989)

Bei dieser Verfilmung des Lebens und Sterbens unseres Erlösers trifft es zu: im Vergleich zu ihr sind alle anderen gleich. [...] Brynntrups Jesus ist ein liebenswerter, netter Kerl, der sympathischste Jesus, den ich bisher gesehen habe, die anderen sind ja meistens weltfremde Langweiler, die emotionslos und weggetreten den Auftrag des Chefs absolvieren. Nein, das Leiden dieses Jesus geht richtig ans Herz, weil er eben nicht nur 'der Gute', sondern auch pfiffig und manchmal auch ein bißchen naiv ist. Brynntrup hat angeboten, den Film vor Gemeindeversammlungen vorzuführen. Und trotzdem: die katholische Kirche mag den Film nicht. Schade, denn sie weiß offensichtlich nicht, was sie tut bzw. läßt.
(die tageszeitung, 16.03.89 - Michael Vahlsing)

Bekanntlich sind die Zeugnisse über das Wirken des Wanderpredigers aus Galiläa eine Aneinanderreihung von einzelnen Geschichtchen, wie sie in großer Zahl unter den Christen kursierten. Michael Brynntrup tat also nichts weiter, als das Gestaltungsprinzip der Jesus-Geschichten zu übernehmen, als er 23 befreundete Filmemacher bat, Episoden aus dem Leben des vielzitierten Mannes zu verfilmen - jeweils mit ihm in der Hauptrolle.
Wer meint, daß hier das Leben und Leiden unseres Helden verhöhnt werden soll, der irrt sich gewaltig. Nein, im Gegenteil: Ich habe noch keinen Jesus gesehen, der so sympatisch, so komisch, so tragisch, so kitschig und so rührend ist -und zwar alles zugleich-, wie der von Michael Brynntrup. Es ist ein Jesus zum Anfassen, nicht von dieser Welt und doch einer von uns, eine Super8-Monumentalansicht eines außergewöhnlichen Wesens - endlich ein wirklicher erlösender, weil von Glaubensketten erlöster Erlöser. »Jesus - der Film« ist für Heiden ein göttliches Vergnügen und für Christen eine erbauliche Überprüfung ihrer Glaubensfestigkeit, die ebenso von Gott wie vom Teufel gesandt worden sein könnte - so groß ist der Unterschied gar nicht, wie Jesus feststellt, als er den Würdenträgern im Himmel hinter den Bart kuckt: dahinter verbergen sich Judas, Kaiphas und der Teufel.
(die tageszeitung, 25.05.90 - Michael Vahlsing)

Sein »JESUS-FILM« (1985/86) {...und andere...} spielen mit der Bildästhetik der Malerei von der Renaissance bis zum Eklektizismus des 19. Jahrhunderts. [...] Mit Ironie und belebender Unernsthaftigkeit unterminiert Brynntrup additive Strukturen und Paraphrasen auf kunsthistorische Muster. Würde dieses Korrektiv fehlen, schlüge sein Interesse am Ich wohl unweigerlich um in pure Selbstbespiegelung.
(Christoph Tannert, Ordnungen formaler Ausnahmezustände, gedruckt in: Lebende Bilder - still lives, Katalog zur Cineprobe Film Exhibition im Museum of Modern Art, New York - Berlin, April 1992)

»Veronika (vera ikon)« (1986) macht sich den Umstand zunutze, dass man beim Abfotografieren des Turiner Leichentuchs "das echte Abbild Jesu in seiner ganzen Schönheit" zu erkennen glaubte, weil es selbst einem fotografischen Negativ ähnelte. In marktschreierischer Werbemanier ("Sehen Sie die ewigen Geheimnisse! - NEU!") macht sich Brynntrup über den katholischen Sakraltourismus und die Heiligenidolatrie lustig. In diesem Werk sind auch Szenen aus dem Episodenfilm »Jesus-Der Film« (1986) eingebaut, einer frühen und respektlosen Auseinandersetzung mit des Filmemachers Lieblingsmotiven aus der Bibel.
(epd-film, Frankfurt a.M., September 2000 - Helmut Merschmann)

1986 schließlich erblickte eines der ehrgeizgsten Schmalfilmprojekte das Licht der Westberliner Leinwände, wiederum dank des nimmermüden Filmemachers und Organisators. Im Rahmen des Internationalen Forum des jungen Films kam die reichlich zweistündige Arbeit »Jesus ­ der Film. Monumentalfilm über den Lebens- und Leidensweg unseres Herrn Jesus Christus« zur Aufführung. Initiator, Hauptdarsteller und Regisseur der meisten Episoden: Michael Brynntrup (damals noch: Brinntrup). Dieses Projekt muß im doppelten Wortsinn als Hybris der alternativen Schmalfilmszene in der eingemauerten Frontstadt verstanden werden. Der aus der Bischofsstadt Münster ("Entweder es regnet oder die Glocken läuten.") stammende Regisseur versuchte hier einerseits auf ironische Weise seine Meßdiener-Kindheit aufzuarbeiten, versammelte andererseits die gesamte Szene zu einem gemeinschaftlichen Gewaltakt, wie es ihn weder vor- noch nachher gegeben hat. Die Stabliste liest sich wie ein "Who is who". Brynntrups Rekrutierungseifer erstreckte sich dabei inzwischen auch auf das Bundesgebiet. Besonders bemerkenswert, weil ein einmaliges Beispiel für Ost-West-Kollaboration über die Mauer hinweg: die Mitwirkung der beiden Ostberliner Fotografen Robert Paris und Andreas Hentschel. »Jesus« entstand als eine Art filmischer Kettenbrief oder, wie Wiglaf Droste in seiner Kritik für die taz feststellte, als Fortführung des von den Surrealisten eingeführten "automatischen Schreibens": verschiedene Kapitel aus der Lebens- und Passionsgeschichte wurden an die verschiedenen Regisseure verteilt, die ohne Wissen um die anderen Episoden das jeweilige Segment verfilmten. Brynntrup bildete als Jesus die einzige personelle Konstante, fügte die verschiedenen Segmente dann am Schneidetisch zu einem Ganzen zusammen. »Jesus« erlebte, wie gesagt, auf der Berlinale seine Uraufführung, tourte anschließend durch mehr als 35 bundesdeutsche Städte und stellt noch heute ein wichtiges Dokument der filmischen Subversion dar. Eine Erfolgsgeschichte einerseits - andererseits markierte das Projekt auch einen Endpunkt konzertierter Aktionen. Zu disparat waren die verschiedenen künstlerischen, politischen und persönlichen Ansätze, als daß sich eine wirksame Gegenstruktur zum "bürgerlichen Kino" hätten etablieren können.
(DEFA-Jahrbuch 2001, Berlin, 2001 - Claus Löser)

"Jesus - der Film" – Fans des Genres 'Bibelfilm' sagten nach dem Kinobesuch über den Film, dass er bibeltreu und bibelfest ist. In den Hauptrollen erlebt man Darsteller wie Michael Brynntrup. Die Regie dieses 140-minütigen Films übernahm Super-8-Filmer und -Gruppen. Gedreht wurde der Film in Deutschland im Jahre 1986. Von den Filmkritikern wurde der Film folgendermaßen beurteilt: "Formal wie inhaltlich eine Katastrophe." (Lexikon des Internationalen Films). – "Jesus - der Film" wird derzeit leider in keinem Kino gezeigt. – Ähnliche Filme: Wenn Ihnen "Jesus - der Film" gefallen hat, könnten Ihnen auch folgende Bibelfilme gefallen: Das erste Evangelium: Matthäus (1964); Ben Hur (1959); u.a.
(http://www.bibelfilm.net/film_jesus_der_film.html - uptodate121231; www.ikdb.de 2003)

Die größte Geschichte aller Zeiten gedreht auf Super-8. Das kleinste Format der Welt also für die größte Geschichte aller Zeiten. Klingt das bescheuert? Ja vielleicht sogar irgendwie krank, blasphemisch? Kann sein, aber auch nur, wenn man in solch beschränkten Kategorien und fest gefahrenen Strukturen denken möchte (und dabei gleichzeitig sein Verständnis von Kunst mit einem verkappt verqueren Weltbild verwechselt). (-) Man kann das alles schrecklich und/oder peinlich finden, jedenfalls: dieser legendäre Monumentalfilm darf als Paradebeispiel für ReligionKunstFilm wirklich niemals unerwähnt bleiben. [...]
Die biblische Vorlage wurde also nicht 1:1 als unverrückbares Heiligtum verfilmt, sondern radikal und subjektiv in jeweils eigene Bahnen gelenkt, wobei glücklicherweise keiner der Beteiligten auf schale Konfirmantenwitzchen setzte. (-) In erster Linie wird Jesus in allen Episoden als überaus netter Kerl dargestellt und nicht als der hippie-eske Handelsvertreter aus Galiläa im Walle-Walle Kleid und angeklebtem Vollbart, der gelangweilt und weggetreten im Auftrag des Herrn umherwandelt. Ruft man sich die Tatsache ins Gedächtnis, dass man sich von ihm sowieso kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen darf/soll, dann ist mir eine solche kumpelhafte Auslegung der himmlischen Erlöserfigur absolut sympathisch.
(Babsies Diktatur, Ausgabe 13, Januar 2004 - Gero von Goell)
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Anfang der 80er Jahre fungierte Michael Brynntrup in Berlin-West als Integrationsfigur einer unabhängigen, sich vehement auf Super-8 zu Wort meldenden Filmszene. Unvergessen seine 1986 initiierte Kompilation »Jesus - Der Film«, für die er die wichtigsten Exponenten des filmischen Undergrounds für einzelne Episoden der Passionsgeschichte verpflichtete und selbst dabei den Schmerzensmann verkörperte.
(tip Berlin, Nr.08/04, 08.04.04 - Claus Löser)

Mel Gibson muss ein heimlicher Fan von Jörg Buttgereit sein: Der Berliner Horror-Pionier hatte bereits 1986 die Kreuzigung Jesu als von Blut triefendes Spektakel inszeniert, bei dem das Einschlagen der Nägel genüsslich in Großaufnahme gezeigt wurde und meterweite Fontänen von Körperflüssigkeit auslöste. Als Schmerzensmann fungierte damals Michael Brynntrup, der das Projekt »Jesus - Der Film« auch initiiert hatte. Brynntrup verkörperte in den 80ern so etwas wie das konzeptionelle Zentrum einer florierenden Schmalfilmszene Westberlins und bundesdeutscher Städte, die im Windschatten von Hausbesetzerszene und Punk von sich Reden machte ("Alle Macht für Super-8!"). Er versammelte im Jesus-Film die wichtigsten Vertreter dieser Szene, ließ sie im Cadavre-Exquis-Verfahren der Surrealisten jeweils eine Episode der Passion verfilmen und verknüpfte später die einzelnen Teile zu einem Ganzen. Dadurch hat Brynntrup das einzigartige Kompendium einer heute weitgehend vergessenen Subkultur geschaffen, das sicher noch einmal das gebührende Interesse von Urbanisten, Ethnologen und Filmwissenschaftlern finden wird.
(Berliner Zeitung, 15.04.04 - Claus Löser)

Den Auftakt machte »Jesus«. Keine leichte Kost am ersten von zwei Weihnachtstagen. Der aus dem Jahre 1986 stammende Film spiegelt nicht gerade das von der Kirche weitergegebene Leben des Sohnes Gottes wider, vielmehr erzählt er zwar die Geschichte, aber mit leicht verändertem Inhalt. Dem Publikum jedoch gefiel der Film.
(Die Rheinpfalz, ca. 31.12.04 - Sascha Ohler)

Michael Brynntrup ist seit den 80er Jahren Künstler und Filmemacher, der den unabhängigen, persönlichen und Experimentalfilm immer wieder neu auslotet. Begonnen hat er neben der Malerei mit Super-8 Filmen, die aber schon bald zum Expanded Cinema mit Mehrfachprojektionen, aber auch zu Kooperationen mit anderen Filmemachern in der Form des "Cadavre Exquis" erweitert wurden. Auf diese Weise entstand 'Jesus, der Film', mit Brynntrup als Hauptdarsteller in allen Filmteilen der unterschiedlichen Regisseure. Der abendfüllende Film wurde schnell zur Legende.
(Programmtext, Directors Lounge, Berlin, Juni 2011 - Klaus W. Eisenlohr)

In relativ kurzer Zeit ist ab Dezember 1984 der größte Kollektivfilm der deutschen Filmgeschichte entstanden. [...] Er war ein Höhepunkt der regen Super8-Szene der Achtzigerjahre, brachte eine Zusammenarbeit von mehr als zwanzig Experimentalfilmemachern aus West und Ost zustande und kann als der bedeutendste Beitrag aus Deutschland zu der langen Reihe von Bibelverfilmungen des Weltkinos gerechnet werden.
(Randall Halle, "Jesus – Das Projekt", in: Jesus – Der Film – Das Buch, Verlag Vorwerk8, Berlin, Juni 2014)

Super 8 war aber nicht nur Grillparty und Fußballvereinsspiel. Dietrich Kuhlbrodt, 1932 geboren, Schauspieler, Staatsanwalt und Avantgardefreund aus Hamburg, sagt: "Der Anfang der achtziger Jahre war die Zeit der Super 8 und des beginnenden Punks". Neben den obligatorischen Urlaubsvideos [...] filmte Kuhlbrodt 1986 eine Sequenz des experimentellen Filmprojekts Jesus – Der Film. Unter Anleitung von Michael Brynntrup beteiligten sich 22 Filmemacher in Ost- und Westdeutschland an einem "Monumentalfilm" über Jesus – schwarz-weiß gefilmt auf einer russischen Zenit-Kamera, die über die deutsch-deutsche Grenze hin- und hergeschmuggelt wurde. – "Die Super-8-Bewegung war politisch, ein Protest gegen den Mainstream", sagt Kuhlbrodt. "Die Filme waren billig: Man konnte machen, was man wirklich wollte. Ein Akt der Freiheit, der mit einem Mal da war."
(zeit-online, www.zeit.de/kultur/film/, 30. Juli 2014 - Livia Valensise)

Die Wiederbegegnung mit Michael Brynntrups Underground-Monumentalwerk „Jesus – Der Film" überrascht weniger durch blasphemische Religionskritik denn mit anarchischem Spaß. [...]
Einziges Bindeglied war Michael Brynntrup: als Initiator, Spiritus Rector und Jesus-Darsteller. Doch so krude und disparat, zwischen Kitsch und Pathos, genialem Dilettantismus und Konfirmandenscherz, dieses Werk auch heute noch erscheint, war es schon damals ein filmhistorisches Dokument. Denn „Jesus – Der Film" versammelte nicht nur das „Who's Who" der zwischen Punk, Trash und Avantgarde florierenden Schmalfilm- und Undergroundszene Westberlins wie die Künstlergruppe Die Tödliche Doris, die Teufelsberg-Produktion mit Ades Zabel und den Splatter-Fachmann Jörg Buttgereit (der die Kreuzigung als genretypische Pfählung eines Vampirs interpretiert). Auch Kollektive aus Westdeutschland und Ostberlin – mit so schönen Namen wie VEB Brigade Zeitgewinn und Anarchistische GummiZelle – waren mit im Jesus-Boot. Was sie alle vereinte, war der Mut zum Experiment, zu einer rohen, aber auch genialisch-schrägen Bildsprache.
(Siegessäule - queer berlin, September 2014 - Axel Schock)

Dabei war das Filmprojekt sowohl in der überregionalen (mit Einbeziehung von DDR-Filmerlnnen!) wie in der multimedialen Vernetzung auch ein Beispiel für damals avantgardistische Arbeitsweisen, die heute als digitale Kulturtechniken selbstverständlich geworden sind. Da wären die das Filmprojekt begleitenden seriellen zwölf Jesusbriefe. Und ein ausführliches Arbeitstagebuch, das sich wie ein riesiger Blog liest, jetzt aber ganz analog in einem dicken Buch im Berliner Verlag Vorwerk8 veröffentlicht wurde.
"Jesus – Der Film – Das Buch" amalgiert Jesusbriefe und "Tabu" zu einem polyphonen Gesamtkunstwerk, das viele erhellende und erheiternde Einblicke in Mühen, Konflikte und Glücksmomente der individuell gesteuerten Kollektivanstrengung enthält. Ergänzt wird es durch Illustrationen, einen Episodenguide und zwei Essays von Randall Halle und Vivien Sigmund. Und: Mag das Verständnis des Films unter dem gesellschaftlichen Verlust religiöser Verbindlichkeiten in den letzten Jahrzehnten leiden, so werden die im Jesus-Buch festgehaltenen Dokumente aus dem Leben einer historischen Subkultur umgekehrt vielleicht erst heute in ihrem ganzen Reichtum erkennbar.
(die tageszeitung, 04.09.2014 - Silvia Hallensleben)
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Im Februar 1986 öffnete sich für zweieinhalb Stunden der Himmel über der Berlinale – der christliche Schmerzensmann beging seine cineastische Wiederkehr. "Jesus – Der Film" feierte auf dem Forum des jungen Films Weitpremiere: ein ungestümes No-Budget-Monumentalwerk in 35 Kapiteln, gedreht auf Super-8 unter der Beteiligung von 22 Künstlem. [...]
"Jesus – Der Film" lebt von seinen originellen Variationen der Leidensgeschichte und dem unberechenbaren Wechsel zwischen Pathos und Ironie. Das Werk stieg bald zum Underground-Hit auf, auch wegen der illustren Schar beteiligter Künstler. [...]
Mitten im Kalten Krieg operierte Brynntrups Epos bemerkenswerterweise grenzüberschreitend. Einige Szenen wurden in Ost-Berlin mit dort wohnhaften Kollegen gedreht. Der Fotograf Robert Paris enterte für seine "Totenerweckung" sogar das DEFA-Studiogelände in Babelsberg und bemächtigte sich dort herumstehender Kriegsfilm-Kulissen. So rückte dank des Jesus-Projekts der geteilte Himmel über Berlin für kurze Zeit ein wenig enger zusammen.
(Berliner Zeitung, 04.09.2014 - Claus Löser)

Wir bleiben dem weihnachtlichen Thema treu, zumindest dem Thema Jesus von Nazareth. Vor 30 Jahren hat sich ein Filmemacher-Kollektiv von dessen Geschichte inspirieren lassen zu einem außergewöhnlichen Film, der als einer der originellsten deutschen Filme der 80er-Jahre gilt. Es geht um den Jesusfilm des Experimentalfilmers Michael Brynntrup. Der Film ist nun aufwändig digitalisiert und rekonstruiert worden. Auch ein neues Buch zum Film ist erschienen. Adolf Stock berichtet. [...]
Viele Religionen haben ein strenges Bilderverbot. "Du sollst Dir kein Bildnis machen", doch wenn Bilder erlaubt sind, dann muss auch "Jesus - der Film" ernst genommen werden. Hier geht es nicht um die Banalisierung einer großen Idee, sondern um die Macht und Ohnmacht religiöser Bilder und Fantasien.
(Deutschlandradio Kultur 'Religionen', Radio-Sendung vom 21.12.2014 - Adolf Stock)
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Auch nach fast drei Jahrzehnten besticht dieser seltsame Kollektivfilm durch Originalität, skurrile Wendungen, stilistische Vielfalt und teils völlig absurde Variationen des Ursprungsmaterials. [...] Das ist zwar anstrengend, zugleich aber ein echtes Vorzeigebeispiel für das kreative Potential des hiesigen Undergroundkinos der 80er Jahre.
(screen/read - webzine für Film & Kino, 30.12.2014 - Laila Oudray)
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Experimentelles Gesamtkunstwerk – Im Advent 1984 hatte der Filmemacher Michael Brynntrup die Erleuchtung zu seinem ersten langen Film. Dabei war das Projekt – ein Super-8-Monumentalstück über das Neue Testament – schon ein bisschen größenwahnsinnig für den frisch aus der katholischen Provinz eingereisten jungen Neuberliner, der bisher nur (allerdings reichlich ausgetüftelte) Kurzfilme gedreht hatte. Zusätzlich spielte er dabei selbst noch ein bisschen Gott – oder zumindest Strippenzieher. [...]
»Jesus – Der Film – Das Buch« amalgiert Briefe und »Ta(ge)bu(ch)« mit anderen Dokumenten zu einem Gesamtkunstwerk, das erhellende und erheiternde Einblicke in Mühen und Glücksmomente der angeleiteten Kollektivanstrengung enthält. Und mag die Rezeption des Films heute unter dem Verlust religiöser Verbindlichkeiten leiden, so werden die hier auf Papier versammelten Dokumente aus dem prallen Leben einer mittlerweile schon historischen Subkultur vielleicht erst jetzt in ihrem ganzen Reichtum erkennbar. Dabei ist das Buch auch autonom ohne Kenntnis des Film verständlich – und unterhaltsam. Ergänzt wird der zweisprachige Band durch viele Zeichnungen und Fotos.
(epd-film, Nr. 1/2015 - Silvia Hallensleben)

»Jesus – der Film« ist als anarchisches Filmexperiment der 1980er-Jahre auch heute noch von einigem Interesse. Theologisch weitet Brynntrups Projekt in Zeiten weltweiter Religionskonflikte, des erstarkenden Fundamentalismus und des Streits um die religiöse Deutungshoheit angesichts von Satire und Humor einmal mehr den Blick für die notwendige Freiheit der Kunst in einer christlich geprägten Kultur, die sich selbst zu reflektieren gelernt hat.
(FILM-DIENST, Nr.9/2015, Mai 2015 - Martin Ostermann)
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Eraserhead: "Monument im Kleinformat - Ein sicherer Kandidat für den Cecil B. DeMille-Preis", berlinale-tip Nr.1/86, Berlin, Februar 1986

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Wiglaf Droste: "Jesus klebt!", die tageszeitung, Berlin, 15.02.86

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Bernd Kegel: "Der Toaster und das Abendmahl", Bielefelder Stadtblatt, 10.07.86

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Alexandra Jacobsen: "Das Neue Testament als Super8-Monumentalfilm"
Neue Westfälische Bielefeld, 11.07.86

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Bärbel Jäschke: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen"
RIAS 1 'KIRCHENFUNK', Radio-Sendung vom 11.07.86

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tom: "Mysteriöses Mysterium", Nürnberger Zeitung, 31.07.86

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Wolfgang Luck: "Jesus lebt!", Communale Heidelberg, 13.11.86

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Peter Keough: "»Jesus: Der Film« is silly, sublime", CHICAGO SUN-TIMES, May 22, 87

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Andreas Wildfang, "Jesus pre Digitales", ARTS in Buffalo, vol 1 N°24, 15.12.88

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Gero von Goell: "Jesus - der Film", Babsies Diktatur, Ausgabe 13, Januar 2004

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Silvia Hallensleben, "Missionieren im Super-8-Format", die tageszeitung, 04.09.2014

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Adolf Stock: "Jesus - der Film, Super-8-Film mit Kreuzigung als Splatter-Episode"
Deutschlandradio Kultur 'Religionen', Radio-Sendung vom 21.12.2014

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Laila Oudray, "Jesus – Der Film | Restauriert und digitalisiert", screen/read - webzine für Film & Kino, 30.12.2014

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Martin Ostermann, "Totgesagte leben länger", FILM-DIENST, Nr.9/2015, Mai 2015



JESUS-BIBLIO | JESUS BIBLIO
Bibliographie zu »Jesus - der Film« | bibliography on »Jesus - The Film«


JESUS – DER FILM – DAS BUCH | JESUS – THE FILM – THE BOOK
Materialbuch zu »Jesus - der Film«, Verlag Vorwerk8, Berlin, Juni 2014


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